Beiträge vom April, 2009

Vita Needle: Lernen von der Firma ohne Altersgrenze

Mittwoch, 29. April 2009 16:30

Der typische Mitarbeiter von Vita Needle ist 75 Jahre alt.
Die jüngsten Angestellten sind um die 60, die ältesten 80plus.
Der Metallverarbeiter mit 40 Mitarbeitern wächst pro Jahr um zehn Prozent.

Dieses extreme Beispiel zeigt: In einer alternden Gesellschaft ist es möglich, mit Mitarbeitern weit jenseits der Pensionsgrenze erfolgreich im Geschäft zu sein.

Einige Einzelheiten: Vor Jahren hatte das Familienunternehmen (5. Generation) Probleme, Mitarbeiter zu finden. Firmeninhaber Frederick Hartmann suchte qualifiziertes Personal für die Produktion in Teilzeit. Es bewarben sich nur Rentner.

Als der Unternehmer die ersten Bewerber eingestellt hatte, verflog seine anfängliche Skepsis. Die Alten liefern hochwertige Arbeit, sind motiviert und loyal. Sie achten mehr auf ihre Gesundheit als die jüngeren Kollegen und sind seltener krank. Sie haben keine Belastungen mehr durch Elternabende in der Schule, Hausbau oder kranke Kinder. Niemand hat den Plan, nach zwei Jahren die Firma zu wechseln.

Wiederkehrende Problemlagen bei einer Hochalter-Belegschaft

Es gab große Widerstände und Kündigungsdrohungen, als der PC eingeführt wurde. Mit Spezialtrainings am Rechner wurde dem begegnet. Im Winter, wenn die Straßen verschneit sind, erscheinen die meisten Mitarbeiter nicht zur Arbeit – aus Angst vor Unfällen. Wenn Mitarbeiter krank werden, dauert es manchmal Monate bis zur Genesung. Vita Needle hat auch die Motivlage erforscht, warum Rentner wieder arbeiten wollen.

So zeigte sich: Manche benötigen das Geld. Aber Finanzielles steht selten im Vordergrund. Die Wiedereinsteiger wollen gebraucht werden. Andere kommen, weil sie der Gratisarbeit in Kirchen, Vereinen oder Selbsthilfegruppen überdrüssig sind (Volunteer-Burnout).

Weitere Motive: Pausenlose Zweisamkeit mit dem Ehepartner ist nicht machbar, Ausweg aus der Einsamkeit des Rentnerdaseins, Flucht vor Stress mit den Enkelkindern.

Trendletter-Einschätzung:

Zwei Gründe können den Ausschlag geben, dass Sie auch in Ihrem Unternehmen verstärkt Ältere einsetzen:

1) Fachkräfte- und Bewerbermangel
2) Sicherung einmal erworbenen Firmenwissens vor Verlust

So bieten Sie attraktive Bedingungen für ältere Mitarbeiter

Bieten Sie totale Flexibilität
Arbeiten sollte, soweit betrieblich sinnvoll, jederzeit möglich sein, auch nachts oder in den frühen Morgenstunden.

Setzen Sie auf Teilzeitarbeit
Die meisten Silver Ager bevorzugen die 20-Stunden-Woche.

Formulieren Sie transparente Bedingungen, die das Ausscheiden regeln, wenn die Fähigkeiten einmal nachlassen sollten
Das vermeidet Streit und Frustration (einfache Regel bei Vita Needle: Ein Mitarbeiter, der die Treppe in den ersten Stock nicht mehr schafft, zieht sich freiwillig aus dem Job zurück).

Planen Sie für die Besonderheiten dieser Lebensphase
Mitarbeiter, die einen erkrankten Ehepartner pflegen, können kurzfristig Urlaub bekommen.
Rechnen Sie mit Widerstand und hohem Zeitbedarf beim Erlernen neuer IT-Applikationen.

Stellen Sie sich auf neue Themen in Mitarbeitergesprächen ein
Beispiel: Was tun, wenn die Sehkraft eines bewährten Mitarbeiters nachlässt?

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Neue Netzwerk-Werbung schlägt alte Zielgruppendenke

Donnerstag, 23. April 2009 16:24

Wieso Neuseeland Taxifahrer zu Botschaftern ernennt

Höchste Ehren werden seit Kurzem Londoner Taxifahrern zuteil: Sie werden für eine Woche zum kostenlosen Urlaub nach Thailand oder Australien eingeladen, lernen die schönsten Sehenswürdigkeiten des Landes kennen und werden sachkundig geführt – ohne einen einzigen Cent bezahlen zu müssen! Sogar eine Begleitperson reist gratis mit.

Warum?

Weil die Tourismuswerber von Australien und Thailand Taxifahrer zu Botschaftern machen. Das Kalkül der Werber ist einfach: Sie schenken den Fahrern unvergessliche Erlebnisse, von denen sie monate-, wenn nicht jahrelang erzählen werden – und das auch ihren Kunden. Schließlich gehören Taxifahrer zu den Berufsgruppen, die mit besonders vielen Menschen in Kontakt kommen. Sie gelten als außerordentlich redselig und die Zuhörer sind ihnen – zumindest für die Dauer der Fahrt – ausgeliefert. So kommen Werbebotschaften an – ohne Streuverlust, ohne Ablenkung und so glaubwürdig, als würde einem ein guter Freund einen Tipp geben.

Nicht nur Taxifahrer, sondern auch Ärzte oder Friseure gehören zu den Berufsgruppen, die mit besonders vielen Menschen in Kontakt kommen. Kein Wunder, dass das Pharma-Marketing zum großen Teil über die Ärzte läuft. Sie werden mit Gratismustern eingedeckt, zu so genannten Fortbildungen eingeladen oder gar als Redner für Kongresse engagiert. Viele Ärzte sind dann die „Pillenbotschafter“ der Pharmakonzerne.

Aber auch mit Friseuren hat man schon Kampagnen gemacht – die Marketing-Geschichtsbücher berichten von erfolgreichen Aufklärungskampagnen zu Brustkrebs und Diabetes, bei denen Friseure die Informationen an die Kundinnen brachten.

Auftraggeber, die so denken wie die Tourismus-Marketer von Australien und Thailand oder die Pharmabosse, haben die alte Zielgruppendenke über Bord geworfen und denken und planen in Netzwerken.

Wer von den Angesprochenen kennt wie viele Leute und kann unsere Werbebotschaft weitertragen? Ein solcher Werbeansatz ist dem alten Zielgruppenmodell um ein Vielfaches überlegen. Er bringt die Chance auf eine exponentielle Steigerung des Werbeerfolgs, den herkömmliche Methoden haben.

13 Gründe, warum Sie nicht mit Zielgruppen, sondern mit Netzwerken planen sollten

Hören Sie auf, in Zielgruppen zu denken, wenn Sie Ihren Erfolg steigern wollen. Die Netzwerk-Methode verspricht weitaus mehr Chancen für Ihre Kommunikation.

1. Zielgruppen sind fiktiv. Netzwerke sind real.

Zielgruppen im Marketing sind definiert durch eine Anzahl gleicher Eigenschaften. Sie gehören derselben Altersgruppe an, liegen in derselben Einkommensschicht, sind männlich/weiblich o. Ä. Sie sind vor allem statistische Größen. Netzwerke sind real – z. B. die Fahrer eines bestimmten Autos, die Anhänger eines Clubs, Besucher einer Veranstaltung usw.

2. Zielgruppen werden definiert. Netzwerke werden entdeckt.

Mitglied einer Zielgruppe wird man, wenn der Marketingassistent die Statistikparameter festlegt. Netzwerke muss man entdecken: Sie sind zunächst häufig unsichtbar. Um sie sichtbar zu machen, muss man sich fragen: Wer steht mit wem in Kontakt? Welche Personen sind gemeinsam organisiert? Wie tauschen sie Botschaften untereinander aus?

3. Zielgruppen trifft man in Massenmedien. Netzwerke sind überall.

Die Zielgruppendenke gehört ins Verkaufsrepertoire der Massenmedien. Eigenschaften von Zielgruppen werden so definiert, dass möglichst viele Menschen in die Definition hineinpassen. Und dann erreichen Sie diese riesigen Mengen natürlich nur über Massenmedien. Wer Netzwerke erreichen will, kann meist auf Massenmedien verzichten. Denn die „Netzwerke“ sind überall und können durch alle Medien erreicht werden.

4. Zielgruppen sind Mengen von Einzelpersonen. Netzwerke sind Gruppen Gleichgesinnter.

Zielgruppen sind Einzelpersonen, die einige gleiche demographische Eigenschaften aufweisen. Das sagt noch nichts über deren Lebensstil, Freizeitverhalten, Einstellung und Konsumvorliebe aus. Netzwerke sind Gruppen Gleichgesinnter, z. B. die Teilnehmer einer Oldtimer-Rallye, die Fans von Bon Jovi oder die Mitglieder eines Harley-Davidson-Clubs etc.

5. Zielgruppen sind isoliert. Netzwerke sind verbunden.

Die einzelnen Mitglieder einer Zielgruppe kennen sich nicht. Das ist im Netzwerk komplett anders. Ein Netzwerk wird erst durch die Verbindung seiner Mitglieder zu einem Netzwerk.

6. Zielgruppen sind Autisten. Netzwerke kommunizieren.

Da es unter den einzelnen Mitgliedern von Zielgruppen keine Verbindungen gibt, gibt es auch keine Kommunikation. Anders im Netzwerk: Der Austausch mit Gleichgesinnten ist etwas, was Netzwerke zusammenhält.

7. Zu Zielgruppen schaffen Sie Kontakte. Zu Netzwerken knüpfen Sie Beziehungen.

Zielgruppen erreicht man durch die massenhafte Werbeansprache – über die so genannten Werbekontakte. An Netzwerke kommt man nur, wenn man Teil des Netzwerkes wird. Man knüpft also nicht flüchtige Kontakte, sondern man wird Teil des Netzwerks und man baut Beziehungen auf.

8. Zielgruppenwerbung ist anonym. Netzwerk-Werbung ist persönlich.

Die Zielgruppen-Werbung spricht Menschen als anonyme Zielpersonen an. Die Netzwerk-Werbung spricht von Anfang an den Menschen an und stellt ihn in den Mittelpunkt der Kommunikation.

9. Zielgruppen-Werbung kostet Geld. Netzwerk-Werbung kostet Zeit.

Es kostet eine Stange Geld, über Massenmedien Werbebotschaften zu streuen. Es kostet noch mehr Geld, weil bei Massenwerbung die unvermeidlichen Streuverluste eingebaut sind. Dagegen kann Netzwerk-Werbung, die auf persönlichen Kontakten beruht, sogar kostenlos sein. Sie kostet nur Zeit.

10. Zielgruppenkontakte werden alle gleich behandelt. Netzwerkkontakte behandelt man unterschiedlich.

In der Zielgruppen-Werbung wird eine Botschaft an alle gesendet. In der Netzwerk-Werbung gibt es für unterschiedliche Mitglieder des Netzwerks unterschiedliche Ansprachen – so werden z. B. in einem Fußballclub die Fans anders angesprochen als die Zuschauer, die nur gelegentlich zu einer Sportveranstaltung kommen.

11. Zielgruppen sind passiv. Netzwerke sind aktiv.

Zielgruppen sind Empfänger von Werbebotschaften. Netzwerke sind Empfänger und Sender zugleich. Denn das einzeln angesprochene Mitglied eines Netzwerks wird eine für ihn relevante Nachricht an die anderen Mitglieder des Netzwerks weitergeben.

Zielgruppen-Werbung ist Monolog. Netzwerk-Werbung ist Dialog.

In der Zielgruppen-Werbung spricht nur eine Seite: das Unternehmen und seine Werbebotschafter. Und die Medien, über die die Zielgruppen erreicht werden, bieten keinen Rückkanal. Der Empfänger kann nicht mal antworten. Netzwerk-Werbung ist immer Dialog. Der Angesprochene kann Ihnen Feedback geben. Es entwickeln sich Gespräche, in denen das Für und Wider bestimmter Produkte erläutert wird.

Zielgruppen-Werbung gewinnt Käufer. Netzwerk-Werbung gewinnt Käufer und Verkäufer.

Steigen Sie systematisch in das Netzwerk-Marketing ein. Versuchen Sie herauszubekommen, wie Ihre Kunden untereinander vernetzt sind. Überlegen Sie, welche Personen oder Personengruppen Zugang zu Ihren potenziellen Kunden haben könnten.

Unter den folgenden URLs finden Sie zahlreiche praktische Tipps rund um Werbung & Marketing:

Informationen zu den allerneusten Trends in der Zukunft finden Sie unter folgenden URLs:

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So werden Sie mit Buzz-Marketing zum Gesprächsstoff

Dienstag, 21. April 2009 16:17

Zwei Agenturen, die Sie bei der Gewinnung von Multiplikatoren unterstützen

Erneute Online-Panne bei BMW! Der Münchner Autobauer wollte vom Video-Boom im Web profitieren und ließ mehrere Filme für YouTube produzieren. Diese sollten sich „viral“, also nur durch die Empfehlungen von Web-Nutzern untereinander, verbreiten.

Was aber, wenn man bei der Verbreitung nachhelfen muss?

Dann engagiert man eine Werbe- und PR-Agentur, die sich ja schließlich als Experte für alle Kommunikationsfragen nach außen präsentiert. Leider führte die PR-Agentur die Autobauer ins Online-Desaster. Deren Mitarbeiter versuchten die Kampagnen so zu streuen, dass sie in allen möglichen Blogs und Foren wahllos und unpassend Werbehinweise auf die Videos eintrugen – Todsünde für die Blogger. Anstelle eines Erfolgs ernteten sie jede Menge Kritik und Proteststürme, die bis in traditionelle Medien („Handelsblatt“) reichten.

Die brandneuen Aufgabenfelder „Virales Marketing“ oder „Mundpropaganda-Marketing“ (“Word of Mouth Marketing” oder auch “Guerilla Marketing“) schreiben sich zwar auch etablierte Agenturen in ihren Angebotskatalog – aber selten haben sie das Know-how dafür. Zu unterschiedlich sind klassische Werbung und das neue Mundpropaganda-Marketing. Sie sind daher gut beraten, wenn Sie sich an eine der wenigen Spezialagenturen wenden, die sich dem Thema hauptsächlich widmen und damit schon Erfahrung haben.

Wie arbeitet eine Mundpropaganda-Agentur?

Mundpropaganda findet unter den Menschen statt. Alle Mundpropaganda-Agenturen versuchen, ihren Kunden den Zugang zu den Menschen zu verschaffen, und berücksichtigen dabei die Sprache und die Gewohnheiten der Ansprechpartner.
So versuchen sie, für das Unternehmen wichtige Ansprechpartner/Multiplikatoren zu finden, sprechen diese an und binden sie in Marketing-Vorhaben ein. Die eigentliche Werbebotschaft wird dann von diesen Multiplikatoren weitergetragen. Klassische Werbung wie z. B. Print Werbung werden nicht mehr benutzt.

Ambuzzador

Die Wiener Agentur Ambuzzador bezeichnet sich als Spezialist für BUZZ-Marketing, ein anderer Begriff, der bezeichnet, dass Produkte und Unternehmen positiv ins Gespräch gebracht werden.

Für den österreichischen Mobilfunkanbieter Mobilkom Austria organisierten sie einen Nachwuchsband-Wettbewerb. Nachwuchsbands sollten sich auf einer Website registrieren und sich dem Voting ihrer Fan-Community stellen. Das Kalkül ist nahe liegend, jede Band hat eine Fan-Basis. Wer also Musikbands in einen solchen Wettbewerb einbindet, bekommt auch den direkten Kontakt zu ihren Fans. Hier multipliziert sich bereits der Mundpropaganda-Effekt – Fans aktivieren andere, um ihrer Band zum Sieg zu verhelfen.

Der gesamte Band-Wettbewerb wurde nur über Mundpropaganda kommuniziert. In einer Online-Community tauschten sich die Fans untereinander aus. Die im Rahmen des Wettbewerbs organisierten Live-Konzerte wurden nur über die Bands beworben. Sie wurden mit Werbematerial wie Buttons, Band-T-Shirts oder Band-Flyern ausgestattet und übernahmen die Bewerbung der Auftritte damit selbst.

In Musiklokalen, Proberäumen oder Musikfachgeschäften lagen Sticker oder Flyer aus, um zusätzlich auf den Wettbewerb aufmerksam zu machen. Klassische Medien wurden für die gesamte Kampagne nicht benutzt. Mehr als 70.000 Menschen haben durch ihr Voting an der Aktion teilgenommen.

Webguerillas

Die Münchner Agentur Webguerillas sieht sich als Spezialist für alternative Werbeformen, widmet sich unter der Bezeichnung „365womcom“ aber ausschließlich dem Mundpropaganda-Marketing. Auch sie wurde für einen Mobilfunkanbieter tätig, nämlich die deutsche T-Mobile. Diese führte vor Kurzem einen neuen Mobilfunk-Service, genannt „MyFaves“, ein. Mit speziellen MyFaves-fähigen Handys kann man seine fünf wichtigsten Freunde direkt auf die Startoberfläche des Handys laden und muss sie nicht aus dem Adressbuch heraussuchen, um mit ihnen in Kontakt zu treten.

Vier Wochen vor dem Start des Produkts begann die Agentur, nach Multiplikatoren zu suchen. Diese wurden über eine Website (nachtagenten.de) rekrutiert, aber auch in Szenebars direkt angesprochen. Aus über 1.200 Bewerbungen wählte die Agentur dann die am besten geeigneten 100 Multiplikatoren aus. Sie erhielten Insider-Infos, ein Testgerät und konnten über einen Projekt-Blog untereinander kommunizieren.

Fast 2.000 Kommentare wurden zu dem neuen T-Mobile-Angebot abgegeben. Die Teilnehmer haben über 500 Bilder zum Thema hochgeladen und sogar 33 Anwendungsvideos erklärt. Die Aktion wurde in zahlreiche Foren und Blogs weitergetragen. Die gewonnenen Multiplikatoren gründeten beispielsweise eine eigene Gruppe in der Studenten-Community StudiVZ.

Gewonnen hat das Unternehmen neben den begeisterten Anwendern und Mitlesern der Aktion vor allem erstklassige Positionierungen bei Google

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Wie sich die Computerwelt in den kommenden Jahren verändert

Montag, 20. April 2009 15:56

Grüne IT verändert den Einsatz von Computern im Unternehmen.

„Bitte denken Sie an die Folgen für die Umwelt, bevor Sie diese Nachricht ausdrucken.“ Das steht inzwischen unter vielen E-Mails als Standard-Zusatz. Absender stärken mit diesem Trend ihr grünes Image. Überdies werden physische Treffen durch Videokonferenzen ersetzt mit dem Argument, die ersparten Reisen der Teilnehmer entlasten die Umwelt. Das wird den Markt für Videokonferenz-Systeme schüren (ein passabel funktionierendes Gratis-System gibt es unter www.skype.de, Voraussetzung: Ihr PC hat Mikrofon, Lautsprecher und Webcam). IT-Hersteller werden die neuen Produktgenerationen in der Zukunft mit grünen Verkaufsargumenten vermarkten.

Bald in jedem beliebigen Buch blättern und lesen; bezahlt wird pro abgerufener Seite.

Google hat den Inhalt von Millionen Büchern elektronisch erfasst. Dieser soll, in Häppchen portioniert, gratis über die Suchmaschine zugänglich sein. Das schafft einen neuen Lesekanal jenseits des Buchkaufs: Leser können absatzweise auf Inhalte aller gängigen Bücher zugreifen.

Wer mehr lesen will, zahlt: Eine Gebühr pro Seite ist geplant. Einnahmen teilen sich Google (37 Prozent) und Rechte-Inhaber (63 Prozent).

Auf dem IT-Markt wird nicht mehr allein die Hardware zählen, sondern das Geschäft Hardware + Service.

Das ist das neue Geschäftsmodell, an Beispielen: Apple bietet nicht nur das Musik-Abspielgerät iPod, sondern auch den Plattenladen im Internet (iTunes).

Tom-Tom und Garmin, Hersteller von Navigationssystemen, werden den Markt mit ihren Geräten bald durchdrungen haben. Wenn jeder ein Navi besitzt, wird das Geschäft mit Services wie Staumeldungen, aktuellen Warnungen vor Radarkontrollen und Karten-Aktualisierungen wichtig. Hier entstehen Wachstum und Deckungsbeiträge.

Mitgliedschaft im Sozialen Netz (StudiVZ, Facebook, Xing) ist bald so wichtig wie ein Bankkonto oder ein Telefon

Wer nicht dabei ist, macht sich als Außenseiter verdächtig. In Zukunft wird dieser Kanal für Standard-Kommunikation genutzt. Indiz: Der Rechtsanwalt Mark McCormack erreichte die Prozessgegner nicht per Post oder Mail. So stellte er die Mahnungen per Facebook den Schuldnern zu. Auch Suchen nach Knochenmarkspendern und Ideen-Wettbewerbe werden bereits über die sozialen Netzwerke veranstaltet.

Hier finden Sie übrigens weitere spannende erfolgreiche Strategien in der Zukunft, tolle Marketing Strategien und viele weitere interessante Trends der Zukunft.

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Familienunternehmen punkten mit Image-Plus

Sonntag, 19. April 2009 15:43

Im Zuge der Finanzkrise geraten Familienunternehmen wieder in den Blick öffentlichen Interesses. Sie sind die Antithese zum Konzern mit anonymen Eigentümern, genießen einen natürlichen Image-Bonus. Einzelne Familienfirmen nutzen diesen Vorsprung gegenüber Kunden und auf dem Arbeitsmarkt (Hipp, Underberg, Aldi).

Wichtige Entwicklungen aus Trendletter-Sicht:

1. Familienunternehmen sind die Gewinner in der öffentlichen Wahrnehmung.

Erfolgreiche Familienunternehmen sind Sympathieträger in einer Welt schneller und umfassender Veränderungen.

2. Sie sind die Jobmotoren von morgen.

Familienunternehmen schaffen Arbeitsplätze im Inland und im Ausland. Internationalisierung sichert das Wachstum, das jedes Geschäft braucht. Inländische Standorte sichern Wissen und Kernkompetenz.

3. Familienunternehmen bedienen den Wunsch nach Personalisierung.

In einer unruhigen Welt steigt der Wunsch nach verlässlichen Konstanten. Diese bieten die Familienunternehmen, ein Unternehmenstyp, bei dem es Eigentümer gibt, die mit ihrem Namen für Erfolg, Beschäftigungschancen, solide Führung und Qualität der Produkte einstehen.

4. Sie stehen für eine ehrliche Stakeholder-Orientierung.

Familienunternehmen brauchen keine Corporate Social Responsibility als soziales Feigenblatt. Ein erfolgreiches Familienunternehmen wirkt per se sozial verantwortlich, weil es stabile Berufswege für seine Mitarbeiter bietet.

5. Familienunternehmen werden zu Spielern auf der Bühne des internationalen M&A-Geschehens.

Erfolgreiche Familienunternehmen bedienen sich derselben Strategie- und Führungsinstrumente wie andere Unternehmenstypen. Sie nutzen ihre Chancen auf dem M&A Markt.

6. Familienunternehmen achten auf ihr Vertrauenskapital.

„Dafür stehe ich mit meinem Namen“, diese Aussage leitet das Verhalten jedes erfolgreichen Familienunternehmens. Dieser Unternehmenstyp ist konstitutionell auf sein Vertrauenskapital angewiesen, denn im Falle eines Fehlschlages verliert der Unternehmer oder Inhaber sein Unternehmen.

7. Familienunternehmen sind die Gewinner in der Werte-Ökonomie.

Zukunftsforscher wie das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) oder das Zukunftsinstitut erwarten das Aufkommen einer Ökonomie der Werte. Nicht nur Preis, Kosten und Effizienz werden in dieser Welt zählen, sondern auch Heimat, Persönlichkeit und Nachhaltigkeit. Das Familienunternehmen wird von diesem Trend überdurchschnittlich profitieren.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Wirtschaftsprognosen der Zukunft sowie über spannende Arbeitsmarkt Trends.

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Zeitungswerbung ohne Anzeigen: Das sind die besten Alternativen

Freitag, 17. April 2009 13:12

Mit diesen Vorschlägen handeln Sie neue Werbeformen aus

Seit Jahren gehen die Anzeigenerlöse bei Tageszeitungen und auch Fachzeitschriften zurück. Personaleinsparungen oder sogar die Einstellung mancher Fachtitel sind die Folge. Zu den Folgen gehört aber auch eine größere Verhandlungsbereitschaft der Verlage bei der Zusammenarbeit mit Werbungtreibenden.

Inzwischen lässt man sich auch für Kooperationen bezahlen, die nicht in den Mediatarifen stehen – und ausschließlich diskret verhandelt werden.
Wenn Sie also in den redaktionellen Teil der Zeitung kommen wollen, gibt es mittlerweile eine Menge von Möglichkeiten. Hier ein paar Ideen, die Sie Ihrer Tageszeitung oder – in ähnlicher Form – auch einer Fachzeitschrift vorschlagen können, um erfolgreiche Print Werbung zu betreiben.

Schreiben Sie eine Ratgeberkolumne.

Jeder ist Experte in seinem Gebiet. Wenn Sie das Glück haben, dass Ihr Beruf von allgemeinem Interesse ist, dann können Sie Ihr Wissen auch in einer regelmäßigen Ratgeberkolumne weitergeben. Für viele Dienstleister ist das ein Leichtes – Steuerberater, Rechtsanwälte, Werbeprofis (Lieferanten innovativer Werbung Tipps)und viele andere haben genügend Themen von allgemeinem Interesse. Aber auch andere Berufe haben etwas beizutragen. Gastronomen könnten sich hier beispielsweise auch mit Tipps zum Weinkeller oder Rezeptvorschlägen profilieren, Unternehmen der Touristikbranche mit Ausflugstipps.

Übernehmen Sie eine Hotline oder E-Mail-Beratung.

Stellen Sie Ihre Expertise regelmäßig als kostenlose Dienstleistung zur Verfügung. Denkbar sind ein grünes Telefon mit Gartentipps, eine Renovierungs-Hotline oder eine Fragestunde zu Finanz-, Rechts- oder Marketing-Themen. Für das Medium ein guter Deal – denn so verstärkt sich die so genannte Leser-Blatt-Bindung, die Tageszeitungen und Fachzeitschriften anstreben, um aus Lesern Stammleser werden zu lassen.

Regen Sie einen Beratungstag an.

Das können Sie allein oder gemeinsam mit Kollegen Ihres Fachs anregen – und zwar dann, wenn der richtige Zeitpunkt dafür ist. Machen Sie das also von saisonalen Ereignissen abhängig – Garten- und Renovierungsthemen im Frühjahr, ebenso Kaufberatungen zu PKW, Urlaubsreisen, Sicherheitsthemen usw. Zum Jahresende bieten sich dann Steuer-, Rechts- und Finanzthemen an.

Stellen Sie Preise für Gewinnspiele zur Verfügung.

Um neue Abonnenten zu gewinnen oder den Abonnenten einen Mehrwert zu bieten, veranstalten viele Medien Gewinnspiele. Hier gibt es 2 Möglichkeiten, dabei zu sein. Wenn das Ganze als Rätselspiel oder Schnitzeljagd angelegt ist, können Sie und Ihr Unternehmen eine Rätselstation darstellen.

Werden Sie Stifter.

Stiften Sie zum Beispiel ein bezahltes Ferienpraktikum – für Schüler, die sich für den Journalistenberuf interessieren. Oder einen Preis für Leserreportagen, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen.

Bieten Sie Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung als Abo-/Leserprämie an.

Aus der Abonnentenwerbung sind sie nicht wegzudenken – Prämienanreize für Kunden, die einen neuen Kunden vermitteln. Sorgen Sie dafür, dass diese Prämie aus Ihrem Hause stammt! Nicht nur bei den Nutznießern der Prämie werden Sie so bekannt – die Prämienaktionen werden ja auch regelmäßig von den Zeitungen und Zeitschriften beworben.

Nutzen Sie die Shops und Vertriebswege der Zeitung.

Viele Medien haben einen eigenen Shop – meist online, viele auch stationär. Dort werden traditionell meist Druckerzeugnisse vertrieben. Aber besonders findige Tageszeitungen haben das Geschäft längst ausgeweitet. Offerieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen zu Vorzugspreisen über den Vertriebsweg der Zeitung an Leser oder Abonnenten.

Produzieren Sie Fotos für Ihre Fachzeitschrift.

Hochwertige Fotos, vor allem auch Fotografien für Titelseiten von Fachzeitschriften, sind teuer. Bieten Sie Fachzeitschriften an, für sie ein Titelbild zu produzieren. Darauf darf dann auch tatsächlich Ihr Produkt zu sehen sein. Allerdings sollten Sie durch eingehende Absprachen mit der Redaktion auch dafür sorgen, dass es deren Anforderungen an ein gutes Titelfoto erfüllt.

Fazit

Ideen wie diese stehen nicht im Angebotskatalog der Medien. Aber die meisten Anzeigenleiter sind heute offen für neue Vorschläge – mangels anderer Geschäfte. Geschäfte dieser Art sind nicht kostenlos. Wie viel Sie bezahlen müssen, ist Verhandlungssache. Auch wir können hier weder Akteure noch Preise nennen, denn manches berührt auch eine Grauzone: Was ist presserechtlich noch erlaubt, was ist verboten? Die Grenzen legen sich heutzutage viele Medien recht großzügig aus.

Hier finden Sie mehr zum Thema Zeitungswerbung ohne Anzeigen sowie weitere hilfreiche Tipps für innovative Ideen in der Werbung und für außergewöhnliche Werbung.

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Mehr Werbeerfolg durch Sympathie-Aktionen

Freitag, 10. April 2009 11:51

An diesen Werbeaktionen wollen Menschen gern teilhaben

Die Zeiten sind härter – für jeden Einzelnen. Umso wirkungsvoller ist es, wenn Werbeaktionen nicht mehr auf den Geldbeutel der Konsumenten zielen (jedenfalls nicht vordergründig), sondern den Alltag der Menschen bereichern und verschönern wollen.

Das Trendforschungsinstitut Springwise (http://www.springwise.com) nennt diesen Trend „Sympvertising“ – eine Kreuzung aus Werbung und Sympathie eben. Mit solchen Werbeideen treffen Sie Menschen ins Herz – auf eine Art und Weise, wie es die auf Massen ausgerichtete klassische Werbung nun mal nicht kann.

Und so funktionieren die sympathischen Werbeaktionen.

Der Nahrungsmittelkonzern Kraft Foods ließ im strengen Winter dieses Jahres 50 Buswartehäuschen in Chicago mit Heizstrahlern ausstatten. Motto: Kälte liefert der Winter. Die Wärme kommt von Kraft. Zusätzlich verteilte das Unternehmen heiße Suppen – Warenproben aus dem eigenen Sortiment, versteht sich.

Der österreichische Outdoor-Ausrüster Northland ging mit der Freigebigkeit noch ein bisschen weiter. Er ließ Plakatflächen in Graz nicht einfach mit Werbung bekleben, sondern heftete seine Produkte daran – Pulswärmer, Handschuhe, Mützen. Etwa 20 dieser kostenlosen Geschenke klebten auf einer von rund 50 von Northland bestückten Großflächen. Mehrere Tage lang wurden die Werbeflächen immer wieder neu aufgefüllt – am Ende kostete die ganze Aktion nur 35.000€.

Auf dem Outside-Lands-Musikfestival in San Francisco kümmerte sich das Kreditkartenunternehmen VISA um einen ganz speziellen Service für seine Kunden. Es ließ komfortable WC-Anlagen aufstellen – exklusiv für VISA-Kartenkunden. Die kamen in den Genuss topkomfortabler, blitzsauberer Toiletten. Anstellen mussten sich alle, die noch keine VISA-Kunden waren.

Die Pariser Pizzabäcker Pink Flamingo Pizza haben sich entschieden, den Service für ihre Kunden ebenfalls um ein ganz entscheidendes Element zu verbessern. Sie liefern Pizza jetzt nicht nur nach Hause oder ins Büro, sondern auch in den Park. Wer also seine Mittagspause oder ein romantisches Stündchen an der Seine verbringen möchte, bestellt die Pizza einfach an seinen Picknickplatz. Kunden, die diesen Auftrag geben, erhalten einen mit Gas gefüllten pinkfarbenen Luftballon und zeigen dem radelnden Pizzaboten so ihren Standort an. Nebenbei werden die Kunden so auch noch zum Werbeträger (http://www.pinkflamingopizza.com).

Waschmaschinenhersteller Zanussi-Electrolux punktet schon seit Jahren in Slowenien durch Sympathieaktionen. Dort offeriert er einen Service, der bei mehrtägigen Outdoor-Festivals höchst willkommen ist: Er wäscht die schmutzige Wäsche der Festivalbesucher – kostenlos. Wer den Service in Anspruch nimmt, bekommt auch eine Postkarte, die er nach Hause senden kann. Aufgedruckter Text: „Liebe Mama, ich bin ganz sauber.“

Der türkische Windelhersteller Evy Baby unterhält in den größten Einkaufszentren des Landes eigene Wickelräume. Sie befinden sich z. B. in Istanbul, Ankara, Izmir, Antalya, Adana and Mersin. Die blitzsauberen Räume haben einen Wickeltisch und Sitzgelegenheiten für stillende Mütter. Und natürlich gibt es dort auch die Werbung für die Evy-Baby-Produkte, inklusive Warenproben.

Die Hotelkette Le Meridien vermarktet sich seit einiger Zeit als Herberge für Kunstenthusiasten. Um diesen Anspruch zu untermauern, haben sie Abkommen mit wichtigen Museen und Galerien am jeweiligen Standort geschlossen. Hotelgäste bekommen dort freien Eintritt – das Einzige, was sie tun müssen, ist, ihre Zimmerkarte vorzuzeigen.

Die britische Modekette Topshop erlaubt ihren jugendlichen Kundinnen und Kunden das, was sie am liebsten täten, was in den meisten Läden aber verboten ist: sich mit dem neuen Outfit zu fotografieren und die Fotos an den Freund/die Freundin zu senden. Motto: „Na, wie sehe ich aus?“ Zu diesem Zweck haben sie eigens eine Fotokabine, die so genannte Newtonmachine, in Filialen in Dublin, Manchester und London aufgebaut. Diese erlaubt es den Kunden, Schnappschüsse von sich selbst zu machen, und geht auf die Idee des Modefotografen Helmut Newton zurück. Wer will, kann alle Fotos online auf die Website des Unternehmens stellen (http://www.newtonmachinetopshop.com).

Massenwerbung VS. Sympvertising

Statt Geld für unpersönliche und weitgehend wirkungslose Massenwerbung auszugeben, bietet es sich an, in Marketing zu investieren, der neugierig macht und Sympathiepunkte einbringt. Denn die Werbebotschaft eines Unternehmens lässt sich viel besser verankern, wenn sie ins Herz der Menschen trifft.

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