Beiträge vom August, 2009

Mit welchen 3 Hebeln Sie Ihre Beschaffungskosten um 10% und mehr reduzieren

Montag, 24. August 2009 14:27

Nutzen Sie als Industrie-Einkäufer alle Gewinnhebel, die Ihnen zur Verfügung stehen? Aktuell sind zwar  Maßnahmen wie Restrukturierung oder Personalabbau angesagt, doch eine deutliche Gewinnsteigerung erzielen Sie  auch ohne diese schmerzhaften Schritte – indem Sie Ihre Beschaffungskosten systematisch optimieren. Lesen Sie in  diesem Beitrag, wie ein Mikroskop-Hersteller seine Gesamt-Einkaufskosten auf diese Weise um mehr als 10 % reduziert hat.

Praxisbeispiel: Carl Zeiss Micro Imaging GmbH (CZM)

Die 100%ige Tochtergesellschaft der Carl-Zeiss-Gruppe ist mit ihren Geschäftsbereichen BioSciences, Industrial und Clinical auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet und gehört als  Hersteller und Anbieter von mikroskopischen Lösungen und Systemen weltweit zu den Marktführern.  Das Unternehmen begann Ende 2006, nach einer Reihe von Kostensenkungsmaßnahmen in den Bereichen Fertigung und Verwaltung auch die externe Wertschöpfung einer genauen Prüfung zu  unterziehen.

Gemeinsam mit der TARGUS Management Consulting AG wurden 3 Arbeitsfelder formuliert:

1. Nachweis der Minimalkosten für einen Kaufteil  bis zum „harten Anschlag“, anstatt sich mit (oft marginalen) Preissenkungserfolgen zu begnügen.

2. Aufwertung der Einkäufer-Rolle: Der Einkäufer als Supply-Manager für systematische Materialkostenoptimierung statt als Erfüllungsgehilfe zur Beschaffung vorgegebener Spezifikationen  durch die Technik/Bedarfsträger.

3. Direkte Einflussnahme auf Bedarf/Nachfrage der Bedarfsträger statt reiner Preisverhandlungen mit  Lieferanten nach erfolgter Bedarfsmeldung.

Wie modernes Materialkosten-Management funktioniert:

Durch die „Umkehr der Beweislast“ in den Teams wird erreicht, dass die Bedarfsträger (Technik,  Konstruktion …) argumentieren müssen, weshalb über die Minimalkosten (die sog. Kernkosten)  hinaus Mehrkosten notwendig sind. Üblicherweise wird versucht, die Bedarfsträger mit schwieriger Überzeugungsarbeit dazu zu bewegen, vom Bestehenden aus Kostensenkungen zu erreichen.

Beachten Sie: Die Denkrichtung der Minimalkosten hilft auch dabei, grundsätzlich bestehende  Anforderungen erneut zu hinterfragen.

Die abteilungsübergreifende (integrierte) Materialkosten-Optimierung stellt sicher, dass nicht nur die  klassischen einkäuferischen Hebel angewendet werden (Preis, Bündelung, Lieferantenwechsel …),  sondern dass zusätzlich auch Einfluss auf die Mengen und die Produkteigenschaften (Spezifikation) genommen wird.

3 mächtige Ertragshebel:

1. Hebel Preis: Durch die konsequente Gegenkalkulation gemeinsam mit der Fertigung und Dritten wurden teilweise  erhebliche Kostensenkungspotenziale von 30 % und mehr aufgespürt.

2. Hebel Spezifikation: Die Prüfung der CZM-Vorfertigung hat gezeigt, dass in 30 % der Fälle auf eine  günstigere Halbzeugqualität umgestellt werden konnte.

3. Hebel Menge: Überprüfung der Halbzeugpalette und Verschnittoptimierung konnten hohe Einsparungen erzielt werden.

Beachten Sie: Es reicht heutzutage nicht mehr, nur die klassischen einkäuferischen Hebel (Preis,  Bündelung, Lieferantenwechsel) anzuwenden. Es muss zusätzlich Einfluss auf die Verbrauchsmengen  und die Produkteigenschaften (Spezifikation) genommen werden.

Schlüssel zum Erfolg: Kostensenkungs-Teams

Es wurden interdisziplinäre Teams gebildet mit Vertretern aus allen Bereichen, die einen Beitrag zur  Einkaufskostensenkung leisten können: Einkauf, Fertigung, Montage, Instandhaltung, Forschung und  Entwicklung, Controlling, Vertrieb. Diese Teams bearbeiten – in werksübergreifendem Gleichschritt –  Untersuchungseinheiten über verschiedene Materialgruppen und stellen die Offenlegung des  gesamten Knowhows sowie die Nutzung aller Kosten-hebel sicher. So entstehen zwangsläufig

Best-Practice-Vorgehen und Multiplikatoreffekte durch:

-  internen Wettbewerb und Orientierung am jeweils „Klassenbesten“,

-  schnelle Ideenentwicklung und -bewertung,

- Aufbau von Einkaufsmacht durch Bündelung,- Aufbau und aktive Einbindung von strategischen Lieferanten.

Praxistransfer der neuen Einkaufsmethodik:

Die gemeinsame Arbeit und Erfolgserlebnisse in den Teams sind die Basis für eine nachhaltige  Anwendung des neuen Materialkosten- Managements bei der Carl Zeiss Micro Imaging GmbH. Das  vollständige Ausschöpfen der Einkaufspotenziale wird in 3 Schritten sichergestellt:

Schritt 1: Herbeiführen der Kostentransparenz mit dem Ziel der Ermittlung von Ausgaben und  Bedarfsträgern (Ergebnis: Nutzergruppen, Budgets nach Materialgruppen und „inhaltliche“ Budgetverantwortliche).

Schritt 2: Einfluss auf Verbrauch und Spezifikation mit dem Ziel der Identifizierung der Minimallösung  für den tatsächlichen Bedarf (Ergebnis: etablierte, interdisziplinäre Materialkostenteams,  verabschiedete Budgets und detaillierte Maßnahmenpläne).

Schritt 3: Umsetzung der Maßnahmen und Erfolgsmessung (Ergebnis: angepasste Verhaltensregeln und Abläufe, neue Verträge und Lieferantenbeziehungen, ein konsolidierter Lieferantenpool sowie  vom Controlling geprüfte, signifikante Einsparungen).

Hierzu CZM-GGeschäftsführer Wilhelm Nörthemann: „Das Resultat waren für jede Materialgruppe  detaillierte Maßnahmen und Einsparungen, die sich zu einer signifikanten Senkung der  Gesamteinkaufskosten von über 10 % addieren. Durch das systematische und konsequente  Vorgehen ist es den Teams gelungen, bereits im laufenden Projekt erste Erfolge zu erzielen. Die  dadurch erreichte hohe Motivation der Mitarbeiter sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit waren  der Schlüssel zum Projekterfolg. Das kurz getaktete Arbeiten sowie die bereichsübergreifende  Zusammenarbeit haben sich dabei eindrucksvoll bewährt und werden auch künftig durch die im  laufenden Projekt trainierten Mitarbeiter weitergeführt.“

Autoren: Andreas Sans,

Dr. Martin Wehrmann,

Kontakt: www.targusconsulting.de

Sofern Sie sich für weitere Themen rund um das Einkaufsmanagement interessieren, können wir Ihnen die Seite: www.einkaufsmanager.net, empfehlen.

Auf der Seite erhalten Sie informative und aktuelle  News rund um das Themengebiet  Einkaufsmanagement wie beispielsweise das “Liefertermin-Management

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Chancen-Ticker: Wo die Märkte von morgen entstehen

Mittwoch, 12. August 2009 14:47

Investieren Sie in hilfreiches Web 2.0: ein Service-Markt, der in Deutschland noch stark  unterentwickelt ist.

Wer hat nicht die Nase voll von Gebrauchsanweisungen, die keiner versteht und technischen Geräten, die nicht funktionieren?! In den USA erfahren gerade Seiten wie FixYa.com, die mit klarer Strukturierung auch technophobe Menschen bei der Behebung ihrer  Schwierigkeiten unterstützen massiven Zulauf.

Answerbag.com ist eine Seite, die über Stichworteingabe funktioniert und bereits auf mehr als 750.000 registrierte Nutzer kommt. MacFixIt.com liest  aufmerksam die Apple-Foren und bietet schlaue Lösungen an, während sich anderswo noch dir Köpfe rauchen. Besonders Ungeduldige – vor allem Smartphone-Nutzer – sollten sich von Video-Tutorials ins Bild setzen lassen, z.B. auf CnetTV.

Zuversicht in MeckPom

Die lange Zeit abgeschriebene Region Mecklenburg-Vorpommern  hat optimistische Unternehmer. Die meisten Firmen vor Ort erwarten für 2009 im Vergleich zum  Vorjahr konstante bis etwas niedrigere Umsätze. Jeder 5. Betrieb geht laut mecklenburgischem Unternehmerverband (VUMV) von einer besseren eigenen wirtschaftlichen Situation gegenüber dem Vorjahr aus, während nur 13 % pessimistischer sind.

IBM mit Gewinnzuwachs trotz Krise

Auch der Computer-Gigant IBM galt lange Zeit als  überholt und nicht mehr zeitgemäß. Mittlerweile macht das Unternehmen aus North Castle weniger als 10 % des Umsatzes mit Hardware-Produkten.

Business-as-Usual in der Sehnsuchtsbranche

Drei Viertel der Deutschen haben ihre Reisepläne für 2009 bereits gemacht. Laut einer Studie der Forschungsgemeinschaft „Urlaub und  Reisen“ wird die Hälfte der Reisenden mehr und die andere Hälfte weniger für den Urlaub ausgeben. Das Jahr 2008 verlief erfreulich, mit einem Zuwachs der Übernachtungen in  Deutschland von 3 %.

Brain AG, eine besondere Form der Biotechnologie

Die Brain AG von der hessischen Bergstraße hat im vergangenen Jahr den Deutschen Umweltpreis erhalten. Das Unternehmen  bedient sich im Baukasten der Natur (Eiweiße, Bakterien, Mikroorganismen), um mit kleinen Produktverbesserungen große Effekte zu erzielen.

Für Henkel hat das Team um  Unternehmensgründer Holger Zinke ein Waschmittelenzym entwickelt, das es erlaubt viele  Sachen auf 40° C statt auf 60° C zu waschen. Ergebnis: Dadurch lassen sich in Deutschland  jährlich mehr als eine Million Tonnen CO2 einsparen.Die Brain AG steht für einen klaren  Zukunftstrend: die Biologisierung der Chemie-und Konsumgüterindustrie – so genannte weiße Biotechnologie. Informieren Sie sich ausführlich über die Chancenmärkte in der Krise. Das  Zukunftsinstitut hat sich die Märkte mit Zukunft genauer angeschaut und sie in einer Studie gebündelt.

Weitere interessante Chancen und Trends für 2009 sowie ausführliche Informationen zu aktuellen Wachstumsmärkten finden Sie bei www.Zukunftsletter.de.

Thema: Trends, Zukunft | Kommentare (0)