The Ford Story: Sieht so die Website der Zukunft aus?
Montag, 1. November 2010 8:31
Wie Sie Ihre Werbung mit der Begeisterung Ihrer Kunden verknüpfen
Wie eine Website auszusehen hat, das wussten wir bisher alle. Sie gab Auskunft über Unternehmen, Produkte, Serviceleistungen, enthielt einen Shop, verriet die Kontaktdaten oder gab etwas zur Firmengeschichte preis. Alles wurde penibel entworfen, getextet, korrigiert, in Meetings beÂsprochen, von der Geschäftsleitung abgesegnet. Und das war sie nun: die Nabelschau im Internet.
Gähnend langweilig ist das heutzutage, da beinahe jeder Haushalt am Internet hängt. Da suchen sich die Menschen Informationen nicht nur auf fremden Websites, sondern wollen vor allem wissen: Was denken und reden andere über das Produkt? Und schwupps … sind sie bei Google, suchen RezensioÂnen und Bewertungen, reden mit ihren Freunden bei Facebook und Twitter.
Selbstbeweihräucherung, schön und gut – aber wer glaubt heute schon noch ausschließlich so etwas? Das dachten sich wohl auch die Werbestrategen bei der Ford Motor Company Group in den USA und hoben eine Website völlig neuen Typs aus der Taufe: „The Ford Story“.
Diese Website hat es nun wirklich in sich, denn sie stellt die Werbepost und Broschüren des Unternehmens gleichberechtigt neben die Aussagen von Kunden und Fans der Marke. Und wie beinahe jedes neue Instrument im Online-Marketing eröffnet sie den Dialog und lädt den Kunden ein.
Die Elemente der Ford-Story-Website
1 Selbstdarstellung. Ohne SelbstdarÂstellung geht es nicht. Aber Ford setzt auch hier ein Zeichen: wenig Text, viele Videos. Natürlich muss ein Autohersteller sein dynamisches Produkt in Bewegung zeigen! Und natürlich haÂben die jede Menge toll gedrehter Filme. Aber bitte erinÂnern Sie sich an unsere VideoempÂfehlungen in früheren Ausgaben von „WerbePraxis aktuell“: Auch einfach gemachte Videos, die Produkte demonstrieren und erläutern, sind gefragt. In OnÂlineshops erhöhen sie die Umsätze nachweislich.
2 Lass dich einbeziehen – „get involved“ steht über der rechten Spalte der Website. Und das entÂhält gleich mehrere Angebote. Zum Beispiel die Aufforderung, eigene Storys einzusenden, damit sie auf der Website veröffentlicht werden können. Hier bindet Ford ganz geschickt Referenzen und Kundenerfahrungen ein.
3 Ford bei Twitter. Die aktuellen Twitter-Streams – und damit auch die Antworten der „Follower“ – sind direkt auf der Website zu lesen und werden fortlaufend aktualisiert.
4 Die Meinungsumfrage. Was macht Marktforschung einfacher und preiswerter, als einfach mal zu fraÂgen? In unserem aktuellen Beispiel möchten die Ford-Leute gerade herausfinden, welches Mobiltelefon ihre Website-Besucher benutzen. Wozu sie das wissen wollen? Keine Ahnung. Wichtiger ist: Welche Fragen möchten Sie Ihren Kunden stellen, um entscheidungsrelevante Informationen zu bekommen?
5 Das Unternehmen in den MeÂdien. Auch was die Presse über das Unternehmen schreibt, kann man blitzschnell aktualisiert auf der Website nachlesen. Kunden gespräche, Medienmeinungen, Ford-Informationen – hier hat Ford wirklich alles zusammengetragen, was man über die Firma und die Autos erfahren kann.
6 Ford bei Facebook. Auch die EinÂladung, Fan zu werden und der Fanpage bei Facebook zu folgen, ist auf der Website „The Ford Story“ enthalten.
7 Flickr und Youtube. Natürlich fehlen auch die Hinweise auf die Bilderseite Flickr und den VideoÂkanal bei YouTube nicht.
8 Veranstaltungen. Wo kann man mit Ford und seinen Modellen in Berührung kommen? Dazu der Hinweis auf aktuelle VeranstaltunÂgen des Unternehmens, wie zum Beispiel Messeteilnahmen.
9 Die Fanseiten. Jahrelang wurden Autofans von den Marken ignoriert. Ford hat umgedacht. Inzwischen verweist man sogar von der Firmen-Website aus zu den vielen kleinen Seiten, die enthusiastische Anhänger einzelner Fordmodelle mit Hingabe füttern und pflegen.
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Thema: Marketing, Werbung | Kommentare (0)