Beiträge vom Dezember, 2010

Rohöl bricht aus: Die Spekulanten sind zurück

Freitag, 31. Dezember 2010 8:28

Sie haben den Notierungen ein neues Zwischenhoch verschafft.
Die derzeitigen Fundamentaldaten sprechen aber eine ganz andere Sprache. Zwar hat sich die globale Nachfrage gut entwickelt, die Lagerbestände sind aber weiterhin hoch. Von Verknappung kann also keine Rede sein.

Entsprechend gut versorgt sieht auch die Internationale Energieagentur (IEA, (www.iea.org) die Weltwirtschaft bis mindestens Mitte 2011. Erst dann sollte es zu nachhaltigen Preissteigerungen kommen. Vorausgesetzt, die Rohstoffvorräte sind bis dahin deutlich gesunken und globale Ölnachfrage und Weltkonjunktur ziehen weiterhin an.

Auch die OPEC spekuliert Es sind ja nicht nur die viel gescholtenen Börsenhaie, die ihr Spiel mit Preisen und Notierungen treiben. Auch die OPEC ist in diesem Szenario ein wichtiger Spielmacher. Am 14. Dezember will das Kartell (www.opec.org) bspw. seine Förderquoten für 2011 bekanntgeben. Durchgesickert sind schon heute Nachrichten, wonach die 12 OPEC-Länder im nächsten Jahr nur wenig mehr produzieren wollen. Der Verdacht liegt nahe, dass die OPEC mit diesen Indiskretionen das Preiskarussell auf Touren bringen will.

In der Tat verfügt die 1960 gegründete Organisation über immense freie Produktionskapazitäten, mit denen sie den Ölpreis ganz erheblich beeinflussen kann. Es liegt also durchaus in ihrer Hand, inwieweit sie eine global anziehende Ölnachfrage bedient oder eben nicht. Allerdings haben sich die 12 in der Vergangenheit kaum an Höchstgrenzen gehalten. Außerdem können Nicht-OPEC-Länder wie Großbritannien und Norwegen jederzeit Nachfragespitzen bedienen.

Fazit: Nach durchschnittlichen 78 $/Barrel in diesem Jahr müssen sich Einkäufer 2011 wohl auf Preise deutlich oberhalb der 80-$-Linie einstellen.

Aktuelle Informationen bezüglich Rohstoffen und deren Märkte finden Sie unter www.rohstoffeinkauf-aktuell.de

Thema: Einkaufsmanagement, Globaler Einkauf | Kommentare (0)

Erfolgsschlüssel Gesprächsführung

Mittwoch, 29. Dezember 2010 8:16

In den Verkäufertrainings wird immer davon ausgegangen, dass die Gesprächsführung auf der Seite des Verkaufs liegt. Einkaufsprofis „zerstören“ diese Voraussetzung der Verkaufsprozesssteuerung allerdings einfach und wirksam. Wie? Die Einkaufsprofis übernehmen die Gesprächsführung und behalten diese über die gesamte Dauer der Verhandlung.

Die Abschlussfragen im Einkauf

Am einfachsten erreichen Sie die Gesprächsführung durch passende Fragen: „Lieber Herr Verkäufer, möchten Sie den Auftrag heute gerne mitnehmen?“ Beantwortet er diese Frage mit Ja, kommt der 2. Teil: „Was sind Sie und Ihr Unternehmen bereit, dafür zu tun, dass wir Ihnen
den Auftrag erteilen?“ Der Einkauf wird so praktisch zum „Verkäufer der Bestellung“.
Ganz wichtig ist es, die normalen Abwehrreaktionen des Verkäufers zu neutralisieren.
Formulieren Sie positiv
Ob am Telefon, in der Face-to-Face-Verhandlung oder im Mitarbeitergespräch– negative Wörter schrecken ab Ganz besonders schlimm sind (wiederholte) Verneinungen. Dadurch wirken Sie ängstlich und unsicher, verstärken auf keinen Fall das gute Image und die gute Außenwirkung. Diese Formulierungssünde ist leider sehr weit verbreitet. Achten Sie einmal darauf. Nicht so: „Leider können wir Ihnen den Auftrag nicht erteilen.“ Besser so: „Bei der nächsten Bieterrunde sind Sie auf jeden Fall wieder dabei.“ Sie erkennen den Trick: Es wird aus der Perspektive des Gesprächspartners formuliert. Noch ein Beispiel. Nicht so: „Ich kann Ihren Preis leider nicht akzeptieren, weil unser Budget dafür nicht ausreicht.“ Besser so: „Sie sichern sich noch heute den Auftrag, wenn Ihr Preis im Budgetrahmen liegt.“

Sichern Sie Ihre Materialbasis richtig ab?
Obwohl die Rohstoffabhängigkeit der modernen Welt bekannt ist, fehlt den meisten Unternehmen ein systematisches Rohstoffmanagement

Selbst Bundeskanzlerin Merkelhat das Problem erkannt und fordert eine EU-Strategie, die den Zugang zu den globalen Rohstoffmärkten garantiert.

„Angesichts der strategischen Rohstoffpolitik eines Landes wie China ist es dringend erforderlich, dass sich die Industrienationen Gedanken über ihre langfristige Versorgung machen“, mahnte die Bundeskanzlerin vor ein paar Wochen. Doch sie beließ es nicht bei Sonntagsreden. Angesichts Pekings Totalstopp für die Ausfuhr Seltener Erden im September rief das Berliner Wirtschaftsministerium überraschend schnell eine Rohstoffagentur ins Leben (www.bmwi.de). Sie soll von politischer Seite die Materialversorgung deutscher Unternehmen absichern.

Die Hausaufgaben sind noch nicht gemacht

Die unternehmerische Seite müssen die Einkaufsabteilungen selbst in die Hand nehmen. Und da liegt trotz dringenden Handlungsbedarfs noch vieles im Argen,
wie die Unternehmensberatung Inverto AG (www.inverto.de) herausgefunden
hat. Für ihre branchenübergreifende Studie befragte sie 220 Vorstände, Geschäftsführer und Einkaufsleiter deutscher Unternehmen. Obwohl bei fast allen unstrittig ist, dass die Rohstoffpreise über kurz oder lang kräftig steigen werden, ist ein professionelles Risikomanagement beim Rohstoffeinkauf eher die Ausnahme als die Regel. Weit verbreitet sind dagegen:

  • unflexible Vertragsgestaltungen, die Marktveränderungen kaum berücksichtigen,
  • Weitergabe gestiegener Kosten an Kunden,
  • alleinige Konzentration auf Abwehr von Preiserhöhungen und

Beachten Sie: Die Macher der Studie bemängeln vor allem, dass der Einkauf wenig bis selten bei den Quellen ansetzt. Nämlich bei den betriebseigenen F&E-Abteilungen. Dort aber wird der spätere Rohstoff- und Materialbedarf maßgeblich festgelegt. Und der kann 40 % und mehr der Gesamtkosten betragen.

Justieren Sie Ihren Rohstoffeinkauf Neu Machen Sie sich dabei zum Leitspruch, dass Preissteigerungen nicht naturgegeben und Sie ihnen nicht hilflos ausgeliefert sind. Es sind meist auch keine fehlenden Tools und Instrumente, die ein professionelles Rohstoffmanagement behindern, sondern alte Zöpfe. Schneiden Sie sie ab!

Unsere Tipps helfen Ihnen dabei:

  • Beobachten Sie noch besser Marktund Preisentwicklungen. Es gibt heute dutzende Software-Lösungen, die Ihnen beim Management der Rohstoffkosten den entscheidenden Informationsvorsprung verschaffen.
  • Sorgen Sie durch systematisches Benchmarking für Transparenz bei Ihren Einkaufsaktivitäten.
  • Verzahnen Sie im eigenen Haus Ihre Einkaufsabteilung – soweit nicht schon geschehen – mit der Geschäftsleitung (Statusgewinn), den Entwicklungsingenieuren (Substitution von Rohstoffen und Materialien) und Ihren Außendienstlern (gemeinsame Preisfindung durch Einkauf und Verkauf).
  • Werden Sie ein Hedging-Spezialist, um die Versorgung mit Rohstoffen abzusichern.
  • Setzen Sie bei Verhandlungen gleitende Preismodelle durch.
  • Achten Sie vor allem darauf, dass Lieferanten gesunkene Rohstoffpreise an Sie weitergeben und zwar ohne weitere Verhandlungen

Mehr Ehrfahrungstipps über den Einkauf finden Sie bei www.einkaufsmanager.net

Thema: Einkaufsmanagement | Kommentare (0)

13 typische Kaufsignale, auf die Verkäufer achten

Montag, 27. Dezember 2010 9:30

Aufträge nach Hause bringen, das ist letztlich die Aufgabe des Vertriebs. Eine Schlüsselsituation im Verkaufsgespräch ist die Abschlussfrage. Viele Verkäufer haben allerdings Hemmungen, sie zu stellen. Der Grund: die unbewusste Angst vor dem „Nein!“ des Kunden.

Der Stricknadel-Test

Profiverkäufer arbeiten mit 2 Abschlussversuchen. Der erste Versuch dient in der Regel dazu, die Einstellung des Kunden zu testen und Einwände zu provozieren. Dieser 1. Abschlussversuch ist der StricknadelTest. Beim Backen wird in den Kuchen gestochen, um zu prüfen, ob er fertig ist. Bleibt noch etwas an der Nadelhängen, muss er weiterbacken

Im Verlauf des Verkaufsgesprächs achten die Verkäufer dann auf die folgenden typischen Kaufsignale und stellen dann die 2. finale Abschlussfrage:

5 typische verbale Kaufsignale

  • „Wann können Sie liefern?“
  • „Was kostet es?“ („Wie sind Ihre Konditionen?“)
  • „Ich sollte normalerweise jetzt nicht bestellen.“
  • „Ich fürchte interne Schwierigkeiten, wenn ich heute kaufe.“
  • „Wie sehen Ihre Zahlungsbedingungen aus?“

8 typische nonverbale Kaufsignale

  • Die Gesichtsmuskeln um Auge und Mund entspannen sich.
  • Die Hände lockern sich.
  • Der Kunde wird freundlicher, lächelt,
  • bietet evtl. auch etwas zu trinken an.
  • Spontanes Verändern der Körperhaltung:
  • entspanntes Zurücklehnen oder interessiertes Vorbeugen.
  • Er geht nochmals eine Phase der Präsentation durch.
  • Er wiederholt Angaben und/oder Informationen des Verkäufers.
  • Er fragt nach den Lieferbedingungen.
  • Er streckt sich und/oder nickt.

Beachten Sie: Nur wenn Sie diese 13 Kaufsignale kennen, haben Sie eine Chance, diese als Kunde zu vermeiden.

Weitere Tipps für den erfolgreichen Vertrieb finden Sie unter www.verkaufsmanagement-aktuell.de

Thema: Verkaufsmanagement | Kommentare (0)

Setzen Sie Ihre Stadt durch saisonale Events in Szene

Donnerstag, 23. Dezember 2010 8:03

Bei der Werbung für Ihre Stadt stehen

  • die Sehenswürdigkeiten
  • die Historie
  • die Kultur
  • das Sport- und Sozialangebot
  • der Service
  • die kommunalpolitischen Themen
  • der Dialog mit ihren Bewohnern
  • die Zusammenarbeit mit Unternehmen

und Investoren im Vordergrund. Und darüber hinaus setzen Sie immer wieder Akzente durch Events.

Durch Events in den Bereichen Politik, Kultur, Kunst, Wissenschaft und Sport geben Sie Ihrer Stadt eine lebendige Vielfalt. Sie lässt sich bestens darstellen in Flyern und auf Ihrer Website, auf Plakaten und Transparenten. Und mit jedem Event und jeder Werbung dafür unterstreichen Sie Ihr Image als moderne Stadt, die das Leben Ihrer Bürger abwechslungsreich gestaltet, in der Begegnung und Kultur das soziale Leben bestimmen.

Wichtig für jeden Event: Die passende Werbung

Im Stadtmarketing bedeutet das: Bewerben Sie Ihre Veranstaltungen frühzeitig, ausführlich, ansprechend und am besten auf Ihrer Website.

1. Richten Sie eine Rubrik „Event“ oder „Veranstaltungskalender“ ein.

2. Nennen und bebildern Sie die aktuellen Monatsveranstaltungen auf Ihrer Startseite und führen Sie den User dann mit einem Klick in die weiteren Erläuterungen zu dieser Veranstaltung. Hier geben Sie Hinweise zum Thema, nennen das Programm, bieten eine Anmelde- oder Bestellmöglichkeit für Eintrittskarten etc.

3. Begleiten Sie diese Werbung auf Ihrer Städteseite mit zusätzlichen Transparenten und Flyern.

4. Wecken Sie Emotionen durch Bilder. Bilder erzeugen Stimmungen und eine Bildsprache unterstreicht das Image Ihrer Stadt.

1. Der Blick über den Zaun

Prämieren Sie den schönsten Garten. Schreiben Sie eine Teilnahme der Gartenliebhaber aus und organisieren Sie an drei Frühlingswochenenden sonntags den Gang durch die Stadt mit Besichtigung und Wertung der Gärten. Städte, die zu dieser Veranstaltung im Frühling einladen, freuen sich über viele Besucher, über besonders schöne Gärten und über Fach und Nachbarschaftsgespräche an diesen Tagen. Denn nicht selten laden die Gartenliebhaber Ihre Besucher ein, bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen. Die Kosten werden durch eine geringe Besuchergebühr bezahlt. Und die lokalen Redaktionen werden über Ihren Frühjahrs-Event gerne berichten.

2. Fotoimpressionen des Frühlings

Schreiben Sie einen Fotowettbewerb aus. Städtemotive, abgelichtet von Menschen, die in der Stadt leben und die ihre Gefühle für die Stadt künstlerisch festhalten. Sicherlich finden Sie schnell Sponsoren, die eine Vernissage mit Wertung der Sieger- Fotografien unterstützen. Die Galerie der schönsten Fotos erscheint zusätzlich auf Ihrer Website. Und diese Art der Werbung überzeugt.

3. Die Museumsnacht im Frühling

In großen Städten ist dieser Event ein fixer Termin. Die Museen öffnen ihre Pforten – kostenlos, und das die ganze Nacht. Begleitprogramme wie kulinarische Reisen, Lesungen, Theaterspiele, Tanzeinlagen bieten zusätzliche Attraktivität. Informieren Sie die Presse einige Tage vorher in einem Pressegespräch und bitten Sie um kostenlose Veranstaltungshinweise in Zeitung und Lokalradio.

Fazit

Bringen Sie Ihre Stadt ins Gespräch. Durch Veranstaltungen im Frühjahr, die Ihre Bürger und Besucher in der Stadt zusammenbringen, die Ihre Bürger gemeinsam gestalten. Neben Straßenfesten und Flohmärkten sind Wettbewerbe ein Highlight. Werben Sie im Internet mit ansprechenden Fotos und bieten Sie einen monatlichen Veranstaltungskalender im Netz an.

Weitere Tipps und Trends im Bereich Werbung finden Sie unter www.prpraxis.de

Thema: Allgemein, Marketing, Public Relations (PR), Werbung | Kommentare (0)

Nutzen Sie die Methoden des Risk-Managements für Ihren Fuhrpark

Montag, 20. Dezember 2010 9:31

Sie können sich in der heutigen Zeit mithilfe von Dritten gegen nahezu alle Risiken des Betriebs und des Fahrzeugeinsatzes rundum absichern. Es gibt sogar Gewinn- und Umsatzausfallversicherungen.

Nur: Wenn Sie alle von den Versicherungen angebotenen Möglichkeiten komplett nutzen würden, hätten Sie keine Chance, in dem heutigen harten Wettbewerb zu bestehen, denn dann wären Ihre Kosten so hoch, dass Sie nicht mehr konkurrenzfähig wären.

Deshalb ist es nicht nur in Krisenzeiten zwingend notwendig, laufend zum einen betriebliche Risiken durch Prozessoptimierungen zu reduzieren und zum anderen die bestehenden Versicherungen auf ihre Werthaltigkeit hin zu überprüfen. Dies Ganze wird unter dem Begriff Risk- Management zusammengefasst, den wir im Folgenden für Sie in Kurzform erläutern.

Vorteile einer Absicherung von betrieblichen Risiken durch Dritte wie zum Beispiel der Einsatz von Versicherungen oder Fahrzeug-Full-Leasing-Systemen:

  • Ausschaltung von unabsehbaren Risiken
  • gleichmäßige Verteilung der Kosten auf den Fuhrpark
  • gleichmäßige Kostenstruktur auf den Zeitverlauf
  • externe Schadenabwicklung

Nachteile:

  • hohe Betriebskosten
  • erhöhter Anteil von produktionsunabhängigen Kosten (fixe Kosten)
  • geringere Rentabilität der Einsatzmittel (Fahrzeuge) durch höhere Gesamtkosten
  • geringerer „Leidensdruck“ für Schadenreduzierungsmaßnahmen (die Versicherung bezahlt ja den Schaden)

Methoden des Risk-Managements

a) Analyse des Fuhrparks

Im 1. Schritt des Risk-Managements untersuchen Sie die Quellen und die Höhe der Kosten. Vor allem sind eventuelle Unterschiede zwischen den Fahrzeugen bzw. Fahrzeuggruppen für Sie interessant. Für diese Untersuchung sollten Sie 3 Blöcke bilden, um einen besseren Überblick zu bekommen.

1. Kostenblock

Schäden, Reparaturen und Wartungsarbeiten bedingt durch Verschleiß und den Alterungsprozess. Mithilfe dieser Kostenbewertung können Sie den idealen Ersatzbeschaffungszeitpunkt ausrechnen.

2. Kostenblock

Kosten, die betriebsbedingt entstehen, wie Treibstoffkosten, Reifenverschleiß, Kfz-Steuern usw. Die Betrachtung von einsatzbezogenen Kosten ist für Sie ausschlaggebend für die Notwendigkeit von Fahrerschulungen und von Ersatzbeschaffungen (Qualitätsvergleich) der Fahrzeugteile.

3. Kostenblock

Risikokosten, die durch fehlerhafte Wartung, unsachgemäßen Fahrzeugeinsatz, falsches Fahrverhalten und Unfälle entstehen. Diesen Kostenblock müssen Sie vor allem auf die Ursachen hin untersuchen, um künftig Maßnahmen zur Verhinderung treffen zu können.

Maßnahmenanalyse

Bei der Maßnahmenanalyse wird festgestellt, was bisher unternommen wurde, um die Kosten der einzelnen Blöcke zu reduzieren und/oder sie durch Versicherungen abzumildern.

b) Maßnahmen

Sie müssen nun Maßnahmen einleiten, um die durch die Analyse festgestellten Mängel zu beheben oder zumindest zu reduzieren. Unterteilt wird hierbei in

  • personalbezogene,
  • materielle/verwaltungsrelevante und
  • versicherungstechnische Maßnahmen.

Personalbezogene Maßnahmen

Personalbezogene Maßnahmen sind zum Beispiel:

  • regelmäßiges Fahrsicherheitstraining des Fahrpersonals
  • Telefonierverbot während des Fahrens
  • Rauchverbot am Steuer
  • Prämien für unfallfreies Fahren
  • Mitnahmeverbot von betriebsfremden Beifahrern (Anhalter o. Ä.)
  • ein personenbezogenes Fahrtenbuch
  • die Übertragung der Verantwortung für Wartungsintervalle und Fahrzeugpflege auf das Fahrpersonal
  • absolutes Alkoholverbot für das Fahrpersonal
  • gründliche Einweisung neuer Fahrer in ihre Aufgaben und in die Bedienung des Fahrzeugs
  • jährliche theoretische und praktische Unterweisung des Fahr- und Beladepersonal in Sachen Ladungssicherung
  • das Führen einer Schadenstatistik zur Überwachung von kleinen und mittleren Schäden verursacht durch das Fahr- und Ladepersonal
  • jährliche Überprüfung von Dienstanweisungen auf ihre Aktualität und Beachtung durch das Personal
  • sofortige Meldepflicht von Mängeln und Schäden am Fahrzeug durch das Fahrpersonal
  • Erstellen eines schriftlichen Protokolls bei Unfällen durch das Fahrpersonal, in dem Ursache, Hergang, Beteiligte und Maßnahmen dokumentiert sind n ständige Aus- und Weiterbildung des eingesetzten Personals

Materielle und verwaltungsrelevante Maßnahmen

Materielle und verwaltungsrelevante Maßnahmen können sein:

  • Ausstattung der Fahrzeuge mit Feuerlöscher, Warnschutzweste, Winterreifen, Schneeketten, umfangreichem Werkzeug, windsicheren und wassergeschützten Handlampen, Radio für den Verkehrsfunk, vollwertigem Ersatzrad, aktuell und gut ausgestattetem Erste-Hilfe-Kasten, Handschuhen, Ersatzkleinteilen (Sicherungen, Glühbirnen) und anderen notwendigen technischen Einrichtungen
  • Ausstattung der betriebseigenen Werkstatt mit qualitativ hochwertigem und passendem Werkzeug, die Vorratshaltung von ausreichend Kleinteilen und den richtigen Schmier- und Pflegemitteln
  • Überprüfung der Beschaffungs- und Lagerkosten von Ersatzteilen
  • berechnungstechnische Überprüfung, welche Reparaturarbeiten in der eigenen oder fremden Werkstatt preisgünstiger durchgeführt werden können
  • Einrichtung von fahrzeugbezogenen Kostenstellen und Kostenträgern in der Buchführung für die Kostenkontrolle
  • Erstellung und ständige Aktualisierung von Dienstanweisungen für das Fahrund Wartungspersonal
  • das Führen und Pflegen von Statistiken wie beispielsweise der Unfall-, Reparatur- und Wartungsstatistik
  • sofern noch nicht vorhanden, das Erstellen und Aktualisieren von Reifenbüchern, um die Qualität der unterschiedlichen Marken, die Laufleistung der Typen und die Schäden zu  dokumentieren und zu kontrollieren

Versicherungstechnische Maßnahmen

Die Absicherung durch Dritte sollten Sie einteilen und untersuchen in

  • vom Gesetzgeber vorgeschriebene Mindestversicherungen, wie z. B. die Kfz-Haftpflichtversicherung oder die Frachtversicherung (die unvermeidbar sind);
  • Versicherungen, die betriebsbedrohende Risiken abdecken (die ebenfalls notwendig sind), und
  • Zusatzversicherungen, die alle anderen Risiken abdecken (und eventuell überflüssig sind).

c) Erfolgskontrolle

Wenn Sie alle Maßnahmen durchgeführt haben, sollten Sie im regelmäßigen Abstand eine Erfolgskontrolle durchführen, um die Wirksamkeit Ihres Risk-Managements zu prüfen und eventuell notwendige Korrekturen vorzunehmen.

Die wichtigsten Instrumente der Erfolgskontrolle beim Risk-Management sind:

  • Statistiken, die den Schadenverlauf, die Kostenentwicklung, die Ausfallkostensummen und den Versicherungskostenverlauf vergleichend darstellen (die Überprüfung des Schadenprozesses von dem Zeitpunkt des Schadens bis zur Schadenabwicklung beziehungsweise der Behebung des Schadens),
  • die betriebliche Buchführung, die betriebswirtschaftliche Auswertung, die Kostenträger- und Kostenstellenrechnung, die die Aufgabe haben, die Datenbasis für die vergleichenden Statistiken zu liefern,
  • ein turnusgemäß durchgeführter Erfahrungsaustausch innerhalb der Firma  mit anderen Abteilungen über die Ergebnisse des Risk-Managements,
  • regelmäßiges Einholen von Konkurrenzangeboten der bestehenden Versicherungen,
  • zumindest einmal jährlich ein Vergleich der Versicherungsleistungen mit der Versicherungskostenentwicklung und dem Schadenverlauf.

Durch den permanenten Kreislauf von Bestandsaufnahme, Maßnahmen und Kontrollen verbessern sich sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Sicherheit Ihres Fuhrparks, was letztendlich das Ziel des erfolgreichen Risk-Managements ist! Der notwendige Mehraufwand für das Risk-Management rechnet sich letztendlich in der Regel um ein Vielfaches über die erkannten Einsparmöglichkeiten im Fuhrpark.
Weitere Informationen über Fuhrparkmanagement finden Sie unter www.Logistik-manager.com

Thema: Allgemein, Fuhrparkmanagement, Logistik | Kommentare (0)

Wie Sie mit Ihren Mailings den maximalen Erfolg erzielen

Freitag, 17. Dezember 2010 8:30

Was Wochentag und Uhrzeit mit der Öffnungsrate zu tun haben

Es gibt eine Vielzahl von Ele­menten, die den Erfolg ihrer E-Mails und Newsletter ausmachen. Über die Öffnungsrate entscheiden aber letztlich nur wenige Faktoren:

  • die Betreffzeile
  • der Absender
  • der Empfänger
  • der Versandzeitpunkt

Der Anbieter der Software „Dialog­Mail“ hat diese Faktoren anhand Tau­sender verschickter E-Mails überprüft und Öffnungsraten mit statistischen Verfahren ermittelt und verglichen. Das sind die Erkenntnisse daraus:

Die Betreffzeile

  • Es gibt einen eindeutigen und hohen Zusammenhang zwischen der Länge einer Betreffzeile und der Öffnungsrate des Mailings: Je kürzer die Betreffzeile, desto höher die Öffnungsrate.
  • Sachliche Betreffzeilen haben eine deutlich höhere Chance (+28 %), geöffnet zu werden, als Mailings mit werblichen Betreff­zeilen. Zu den schlechtesten in der Untersuchung gemessenen Betreffzeilen gehören zum Bei­spiel Formulierungen wie diese: „Alles im Griff im Sekretariat!“ (13 %) , „Trends im Juli“ (11 % ), „Gewinnen Sie eine Flasche Châ­teau Latour“ (6 %), „Ihr Gratis-Upgrade“ (4 %).
  • Personalisierte Betreffzeilen er­zielen in der Untersuchung eine um 64 % höhere Öffnungsrate als unpersonalisierte Betreffzeilen. Das heißt: Bauen Sie den Namen des Empfängers bereits in der Betreffzeile ein, steigert das den Wirkungsggrad Ihrer Mai­lings ernorm

Der Absender

Mailings, die von einer Person als Absender verschickt werden, erzielen eine niedrigere Öffnungsrate als Mai­lings mit dem allgemeinen Namen des Unternehmens im Absender.

Der Empfänger

  • Mails an Firmenkunden (B2B) werden deutlich häufiger geöffnet als Mails an Verbraucher (B2C). Die mutmaßlichen Gründe:
    • Business-Informationen sind wichtig, um beruflich up to date zu sein, und können da­her nicht „ignoriert“ werden.
    • Die Qualität der Adressen ist im B-to-B-Bereich besser.
    • B-to-B-Empfänger werden we­niger durch Mails „belästigt“.
  • Männer öffnen deutlich mehr Mailings als Frauen.
  • Empfänger, die in großen Städten leben, öffnen Mailings weniger häufig als Landbewohner.

Der Versandzeitpunkt

Zu den wichtigsten Faktoren aber gehört verblüffenderweise die Wahl des richtigen Versandzeitpunkts. Und zwar geht es hier sowohl um den Mo­nat, den Wochentag und die Uhrzeit. Hier die Studienergebnisse:

  • Der beste Versandzeitpunkt ist Montagabend. Gegenüber dem ungünstigsten Zeitpunkt (Don­nerstagnachmittag) kann man seine Öffnungsrate allein durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts fast verdoppeln!
  • Es gibt saisonale Schwankun­gen: Mailings gegen Jahresende (November und Dezember) wer­den deutlich seltener geöffnet; besonders hohe Öffnungsraten erzielt man zu Jahresbeginn (Ja­nuar, Februar) sowie allgemein in den Monaten, in denen weniger Mailings verschickt werden (z. B. Sommermonate).
  • Die Wahl des richtigen Versand­zeitpunkts beeinflusst die Wahr­scheinlichkeit, dass ein Mailing geöffnet (und gelesen) wird, dra­matisch! Mittwoch und Donners­tag sind als Versandtage grund­sätzlich weniger zu empfehlen. Ein Versand am Montag, Diens­tag oder Freitag führt zu mehr Öffnungen.
  • Ein Versand zu Tagesrandzeiten (morgens bzw. abends) führt zu signifikant höheren Öffnungsra­ten.
  • Generell ist die Bandbreite der Öffnungen zu verschiedenen Zeitpunkten enorm. Beispiel: Ein Mailing, das am Donnerstag­nachmittag verschickt wird, hat nur eine fast halb so hohe Öff­nungswahrscheinlichkeit (–47 %) als eines, das abends versendet wird.

Mehr interessante Beiträge und wie Sie effizient Werben können, finden Sie unter www.werbepraxis-aktuell.de

Thema: Allgemein, Marketing, Verkaufsmanagement, Werbung | Kommentare (0)

Selber machen statt Fremdbezug

Montag, 13. Dezember 2010 15:11

Eigenfertigung statt Kooperation

Pionier-Unternehmen zeigen, wie Sie das neue Muster in Ihrem Geschäft umsetzen können.

Der Flugzeugbauer Boeing kauft Zulieferer auf, Oracle, einst ein reines Software-Unternehmen, baut eine Hardware-Produktion auf, General Motors übernimmt seinen größten Teile-Lieferanten, Pepsi schluckt ehemals unabhängige Abfüller, der Stahlproduzent Arcelor übernimmt Erzminen in Brasilien. Vertikale Integration wird für Sie dann lohnend sein, wenn

  • Ihr Einkauf unter stark schwankenden Preisen für Rohstoffe oder Vorprodukte leidet,
  • bestimmte Vorleistungen auf dem Markt nicht mehr oder nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich sind,
  • Sie durch Integration von weiteren Teilen der Wertschöpfungskette Ihre eigene Rendite steigern können.

Trendletter-Empfehlung: Nehmen Sie Abstand von der Stategie des Auslagerns um jeden Preis. In der Post-Krisen-Ökonomie lohnen sich Investitionen in Sicherheit – wenn Sie größere Teile Ihrer Wertkette selbst kontrollieren, sind sie weniger abhängig von den Bedingungen schwankender Märkte oder von unsicheren Partnern.

Möchten Sie mehr über Trends erfahren? Besuchen Sie die Website www.Trendletter.de

Thema: Trends, Zukunft | Kommentare (0)