Gemeinsam Kosten senken – Verbesserte Strukturen und Prozesse sind nur in Teamarbeit zu schaffen

Ob Wert- oder Prozesskostenanalyse: Im Alleingang können Sie als Einkäufer diese Herkulesarbeit nicht stemmen. Dazu brauchen Sie viel zu viele Daten, Informationen und Knowhow von Kollegen aus anderen Unternehmensbereichen. Die aber müssen Sie erst einmal an einen Tisch sowie ihre Köpfe und Ideen dann auch noch unter einen Hut bringen. Aufgaben, die allerhand Führungsqualitäten von Ihnen verlangen!

Keine Quatsch-Runden zulassen!

Wie zu viele Köche den Brei verderben, so machen zu groß geratene Teams aus einer Arbeitsgruppe schnell einen Quasselklub, in dem zwar viel geredet (und noch mehr Kaffee getrunken) wird, aber keine prozessrelevanten Entscheidungen getroffen werden. Als Teamleiter kommen Sie dann nicht um ein Machtwort herum, um im ärgsten Fall Beschlüsse und Festlegungen top down durchzusetzen.

Praxis-Tipp: Um Arbeitsabläufe flüssig zu halten, haben sich bei der Analyse Teamgrößen von 4 bis maximal 6 Beteiligten bewährt.

Vermeiden Sie Führungsfehler

Um als Teamleiter einen guten Job zu machen, müssen Sie nicht gleich einen Kurs für Personal- Coaching belegen. Ein paar Grundregeln und ein wacher Menschenverstand tun es meist auch:

- Führen Sie Ihre Teamkollegen immer an einer ausreichend langen Leine (jeder Mensch braucht Entscheidungsund Handlungsfreiräume).

- Formulieren Sie selbst Probleme und Stolpersteine so klar wie möglich (wo genau drückt der Schuh?).

- Kritisieren Sie sachlich und in offener Runde – aber nie hinterrücks.

- Vermeiden Sie ungenaue oder mehrdeutige Aussagen und Anweisungen (sie verwirren und demotivieren).

- Stoppen Sie Besserwisser. Es gibt sie in jedem Team. Weisen Sie sie immer wieder darauf hin, dass es keine unumstößlichen Wahrheiten gibt.

- Haben Sie keine Angst vor Fehlern. Sie sind selten eine Katastrophe. Im Gegenteil: Im Spannungsfeld Versuch und Irrtum stecken oft die besten Lösungen.

Beachten Sie: Sparen Sie auch nicht mit Lob. Finden Sie das richtige Maß: nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.

Keine Scheu vor Konflikten

Konflikte kosten nicht nur Zeit, Geld und Nerven, fast jeder Mensch versucht, ihnen aus dem Weg zu gehen – ein Urtrieb, der sich aus der Tierwelt in uns erhalten hat. Deshalb werden Konflikte im Privat- und Berufsleben auch als lästig, lähmend oder gar zerstörerisch empfunden. Nicht die offenen Sachkonflikte sind das große Problem eines jeden Teams (auf ihr Konto gehen nur 13 % aller Streitigkeiten, haben Forscher herausgefunden), sondern die vielen verdeckten Konflikte zwischen den Kollegen (87 %). Dabei sind die häufigsten Konfliktursachen: unterschiedliche Arbeitsmethoden, Rechthaberei, mangelhafte Teamführung, Organisationsdefizite usw. Vergessen wird dabei, dass Konflikte auch ihre positiven Seiten haben und mehr als Krach und Streit bedeuten können. Es kommt nur darauf an, die positiven Kräfte eines Konfliktes zu erkennen und freizulegen.

Denn:

  • Konflikte sind Wurzeln für Veränderungen.
  • Konflikte regen Interesse und Neugierde an.
  • Konflikte helfen, Probleme zu lösen.

Bleiben Sie sachlich

Genau genommen sind Konflikte nichts anderes als eine Form der Kommunikation. Und die läuft beim Menschen immer zweigleisig ab:

- Sachebene: Zahlen, Daten, Fakten, Ziele, Strukturen usw.

- Beziehungsebene: Ängste, Hoffnungen, Stimmungen, Erfahrungen, Interessen usw.

Beide Ebenen sind meist enger miteinander verknüpft, als uns lieb ist. Schon mit einer einfachen Warum-Frage, mit der Sie im Grunde nur einen Sachverhalt klären wollten, können Sie mächtig danebenliegen (z. B. „Warum haben Sie das gemacht?“). Warum-Fragen werden fast immer als Angriff gewertet. Sie signalisieren Missbilligung und drücken Schuldzuweisungen aus.
Fragen Sie stattdessen besser: „Wie stellen wir es an, dass das in Zukunft nicht mehr passiert?“ Und schon haben Sie die ganze Situation von der Beziehungs- auf die Sachebene hinaufgezogen und damit entschärft.

7 Tipps zur Konfliktlösung

1.  Streichen Sie immer das Gemeinsame und Verbindende heraus.

2.  Suchen Sie nicht nach Schuldigen (ein Team ist kein Gericht), sondern nach Lösungen.

3.  Offenheit ist die beste Medizin gegen Zank und Streit.

4.  Berücksichtigen Sie Bedürfnisse und Neigungen. Was kann der Kollege hervorragend,
was gut, was nur mittelmäßig?

5.  Finden Sie Lösungsvarianten. Gibt es noch andere Ideen und Vorschläge im Team?

6.  Trennen Sie Probleme und Konflikte immer von der Person. Zeigen Sie Ihrem Teamkollegen deutlich, dass Sie ihn als Mensch akzeptieren.

Beachten Sie: Diese Trennung ist nicht immer leicht und oft genug sogar der Knackpunkt einer jeden Konfliktlösung. Bemühen Sie sich trotzdem darum.

Eine umfangreiche Auswahl an spannenden und hochwertigen Artikeln zur Teamführung, Maßnahmen und Konfliktlösungen finden Sie beispielsweise auf www.marketing-trendinformationen.de

Datum: Donnerstag, 4. Februar 2010 11:43
Themengebiet: Allgemein

WongIt!

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