Beitrags-Archiv für die Kategorie 'Zukunft'

Setzen Sie auf den Regio-Trend – aber richtig!

Donnerstag, 8. April 2010 11:42

Lieber lokal kaufen – diese Einstellung verbreitet sich zunehmend

Viele Konsumenten bevorzugen   regionale Anbieter – und erteilen anonymen Marken eine Absage. Wie stark diese Bewegung ist, zeigt ein  Beispiel aus dem hessischen Ort Geisenheim. Eigentlich sollte ein großer Lebensmittelhändler das  Grundstück in der Innenstadt bekommen. Doch die Einwohner der Kleinstadt waren dagegen: 800 Bürger gründeten eine Initiative mit dem Ziel, die Ansiedlung der großen Kette zu verhindern. Schlussendlich bekam Anfang des Jahres ein Edeka-Filialist den Zuschlag.

Das sind die Treiber des Regio-Trends:

• Konsumenten wollen die Umwelt schützen. Verkauft ein Landwirt seine Produkte in der Region,  entfallen lange Transportwege. Das kann die Umwelt schonen (muss aber nicht, wie Studien zeigen).

• Konsumenten wollen die regionale Wirtschaft stärken. Studien aus den USA zeigen: Von den  Einnahmen eines lokalen Buchhändler fließt rund die Hälfte in die Ökonomie des Orts zurück – bei der  Filiale einer großen Kette sind es nur 13 Prozent.

• Konsumten suchen Fixpunkte, gerade in der Krise. David Bosshart, Chef des Schweizer Gottlieb- Duttweiler-Instituts (GDI), beschreibt das psychologische Moment so: „Konsumenten wollen gerade in der Krise dem Ursprung nah sein“, diagnostiziert er. Es herrsche derzeit ein „Heimweh zu Hause“.
Die Kaffeehauskette Starbucks reagiert bereits auf diesen Trend zur Lokalisierung: In Seattle, wo das  Unternehmen gegründet wurde, hat unlängst eine neue Dependence eröffnet. Allerdings steht nicht  Starbucks über der Tür, sondern 15th Ave. Coffee & Tea. Die Filiale pflegt bewusst eine unprofessionelle  Anmutung, Sitzgelegenheiten im Lokal stammen aus einem ehemaligen Theater vor Ort.
Trendletter-Votum: Das sollten Sie beachten, wenn Sie auf den Faktor Regio setzen wollen:

• Wenn Sie regionale Wurzeln haben, sollten Sie diese in der Werbung herausstellen – aber auch nur dann! Regionalität, wie Starbucks, künstlich zu inszenieren, ist nicht Erfolg versprechend. Indiz: Es gab schon Demonstrationen vor dem Laden in Seattle, bei denen Aktivisten auf die Pseudo-Lokalität des Geschäfts hinwiesen.

• Der Faktor Regio sollte nur das Sahnehäubchen auf einem wettbewerbsfähigen Angebot sein.  Berücksichtigen Sie in Ihrer Preispolitik, dass der Faktor Regio bei der Kaufentscheidung eine  untergeordnete Rolle spielt. Beispiel: 29 Prozent aller Milchkäufer geben an, die heimische Wirtschaft mit ihrem Kauf fördern zu wollen – doch für 59 Prozent ist Qualität das wichtigste Kaufargument (Studie der Universität Kassel).

Weiterführende Informationen zu Trends und Prognosen erhalten Sie auf www.zukunftsletter.de

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Retail-Trends: Wie sich der Handel für die 20er Jahre aufstellt

Dienstag, 19. Januar 2010 10:20

These 1:

Zurück ins Zentrum: Die Metropolen sind in derRetail-Zukunft mehr denn je die Kristallisationspunkte des Wachstums und der Innovation.

Einflussreiche Metropolen werden die Ökonomie des 21. Jahrhunderts bestimmen. Bereits im Jahr 2007  hat das Gross Domestic Income (GDI) der 10 größten Städte der Welt das GDI von 162 Nationen  überboten. In den Zentren findet das Big Business der Zukunft statt. Und weil das Shopping auf der grünen  Wiese künftigen Umweltstandards nicht mehr genügt, rückt das Zentrum immer mehr in den Trendfokus –  auch bei IKEA, dem Giganten der weltweiten Gewerbeparks. Die Konsumenten freuen sich auf die neue  Urbanität, nicht zuletzt weil das Metropolen- Shopping umweltverträglicher ist. IKEA und andere Global  Player reagieren bereits darauf und siedeln sich in den urbanen Zentren an. Vieles, was angemessene Fläche bis vor Kurzem nur auf der grünen Wiese fand, drängt in die Zentren. Thailand toppt die  Bauwut in den Metropolen noch: der neue 50.000-m2-Zen-Department- Store (www.zen.co.th) findet mitten in  Bangkok auf 7 Etagen statt.

These 2:

Rezessions-Chic: Discount-Innovationen in der Stil-Metropole machen aus den Billighubern den neuen Mittelklasse-Chic.

Auch bei den Discountern gilt mittlerweile: „Brain (and Service) beats Budget.“ Billigketten wie das  japanische Uniqlo (www.uniqlo.com) oder Primark aus Irland (www.primark.co.uk) haben gerade in der  Trendhauptstadt London für Ausrufezeichen gesorgt, was Cheap- Chic-Retail-Design angeht. Primark  eröffnete jüngst auf der Oxford Street einen 3.700-m2-Store, bei dem nur wenig an einen Harddiscounter  erinnert: Dunkles Holz und schicke Neon-Lichtdramaturgie, inszeniert von Dalziel + Pow, verbreiten  urbanen Glamour.

These 3:

Indien – pädagogische Malls und großes Shopping- Kino verändern die Konsumkultur der neuen  Supernation.

Bangkoks gigantisches SpaceGal ist ein Geschäft für Damenmode, das wie eine Star-Trek- Folge daherkommt und die junge Kundschaft mit Ironie, Überraschungen und Unterhaltung anspricht. Mit  großer Selbstverständlichkeit – Bollywood lässt grüßen – schieben sich die Fantasie- Bedürfnisse der  Konsumenten und die Produktwelten des Handels ineinander. Shopping heißt in Bangkok zugleich auch  Amusement und hat immer etwas von großer funkelnder Fiktion. Das Select CityWalk in South Delhi  (www.selectcitywalk.com) ist dagegen eine klassische Mall, die das ausdrückliche Konzept verfolgt, indische Konsumenten an das Mall-Shopping heranzuführen. Oberstes Gesetz: moderater Luxus, um den Schock  des Neuen in Grenzen zu halten. 80 % der Kunden von City Walk sind Frauen, die lernen, alles von der  Bluse bis zum Brokkoli in der Mall zu kaufen. Es war schwer, das Mall- Shopping in Indien populär zu  machen, doch Argumente wie Sicherheit und das ungewohnte Gefühl der Weiträumigkeit beginnen die Inder zu überzeugen.

These 4:

Glamour wandert nach Osten – und trifft auf orientalische Jugend und Farbigkeit.

In keiner  europäischen Stadt gibt es mehr Milliardäre als in Istanbul. Was dem in Design verliebten Hotspot am Bosporus noch fehlt, ist eine eigene Luxus-Weltmarke. Das Naked auf der europäischen Seite der Stadt  feiert den Glauben an Modernität und Technologie. Auf knapp 8.000 m2 und im elegant schwarzen 60er- Jahre-Nachtclub- Stil werden globale Marken wie Elemente aus einer anderen Welt präsentiert. Naked  verkörpert ein jugendliches Lifestyle-Konzept – und tut das mit Recht: 27,3 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt in der Türkei (Deutschland: 42 Jahre), nur 6,6 % der Menschen sind älter als 65 Jahre.  Kanyon (www.kanyon.com.tr), ein aus 160 Geschäften bestehendes Istanbuler Einkaufszentrum, das 179  Luxuswohnungen, Grünanlagen und modernste Büros mit der Mall schluchtartig verbindet, ist der  gigantische Konkurrent von Naked. Allerdings ist das Kanyon auch ein Sinnbild für architektonischen  Größenwahn, der in der westlichen Welt bereits an seine Grenzen gestoßen ist: Eine ganze Welt des  Handels und der Geschäfte an einem kommerziellem Ort zu konzentrieren, hat in der „alten Welt“ Gefühle  von konsumistischer Platzangst erzeugt.

Trendbriefing

1. Metropolen und Innenstädte bleiben die Epizentren für Trends und Neues.

2. Die jungen Kulturen des Ostens definieren Luxus und Glamour um.

3. Future Shopping definiert neue Schnittstellen mit Interaktion und Unterhaltung.

    Für weitere Trenfinformationen empfehlen wir Ihnen die Seite:  www.zukunftsletter.de, dort erhalten Sie alle wichtigen Informationen bzgl. aller aktuellen Trends für die Zukunft.

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    So nutzen Sie einen Podcast für Ihre Firmenkommunikation

    Donnerstag, 10. September 2009 14:13

    Sie denken über neue Kommunikationswege nach? Sie wollen zum Beispiel über Ihre  Messeaktivitäten im Internet informieren, aber dabei nicht einfach nur einen Text ins Netz  stellen? Oder Sie möchten Ihre Mitarbeiter oder Kunden regelmäßig Neuigkeiten visuell  vermitteln? Dann stellen Sie tägliche Podcasts ins Netz.

    Was ist eigentlich ein Podcast?

    Der Begriff „Podcasting“ selbst setzt sich aus den zwei  Worten „iPod“ und „Broadcasting“ (engl. für Sendung, Übertragung, Rundfunk) zusammen.  Ein Podcast ist im Prinzip eine Audiodateien-Sendung. Mittlerweile hat sich der Begriff auch für Videos durchgesetzt. Kennzeichen eines Podcasts ist jedoch, dass Sie ihn sozusagen in  Episoden senden. Mit einem Podcast können Sie etwa Ihre Mitarbeiter täglich über neue  Events oder Gespräche auf Ihrer Messe informieren. Die Nutzer haben die Möglichkeit, die  Podcasts zu abonnieren und herunterzuladen, sich über die Neuigkeiten Ihrer Messepräsenz fortlaufend zu informieren. So funktioniert Ihr Podcast-Abo Sie stellen den Podcast als  Mediendatei auf einem Server bereit. Daneben laden Sie zusätzlich eine XML-Datei hoch. Dadurch entsteht ein RSS-Feed. Ein Nutzer Ihres Angebots kann diesen sogenannten Feed  mit einer speziellen Software – etwa: mit iTunes – „abonnieren“. Seine Feed-Software  überprüft dann automatisch, ob Sie neue Beiträge (Episoden) von der Messe ins Netz  gestellt haben, und lädt diese herunter. So erstellen Sie den Podcast

    1. Schritt: Aufnahme vorbereiten

    Sie benötigen ein Aufnahmegerät – also ein Mikrofon bzw. eine Kamera. In aller Regel  werden Sie Ihre Aufnahme nachbearbeiten, um die Qualität zu erhöhen. Dazu gibt es  kostenlose Programme wie:
    Audacity (Freeware, Audio)
    Adobe Premiere (Video)

    2. Schritt: Im richtigen Format aufnehmen

    Für Podcasts eignen sich am besten MP3 für Audio und WMV oder MPEG 4 für Video, da  diese Formate die Aufnahme stark komprimieren und damit die Datei nutzerfreundlich  verkleinern. Die Nutzer können Sie dann also schneller runterladen. Falls Sie Ihren Podcast in einem anderen Format aufgenommen haben, können Sie die Aufnahme mit den Programmen umwandeln.

    3. Schritt: Podcast im Internet bereitstellen

    Um anderen Internetnutzern Ihre Episode zugänglich zu machen, laden Sie die Datei auf  einen Webserver. Der Webserver muss die Programmiersprache PHP verstehen. Für den  Upload benötigen Sie noch ein FTP-Programm, z. B. FileZilla (Freeware).

    4. Schritt: RSS-Feed erstellen

    Ein Podcast wird aus Ihrem Audio oder Video aber erst, wenn Sie diesen in einen RSS-Feed einbinden. Damit erst können die Nutzer Ihre aufgenommen Folgen abonnieren. Die meisten  Weblog- und neueren Web-Content-Management- Systeme stellen heute bereits Funktionen zur Verfügung, mit denen Sie automatisch RSS-Dateien erstellen können. Doch auch, wenn  Sie derzeit noch kein solches System einsetzen, haben Sie die Möglichkeit, RSS-Feeds  anzubieten.
    So kommunizieren Sie Ihren Podcast Um einen Podcast bekannt zu machen, sollten Sie  diesen vom eigenen Blog aus verlinken, von der eigenen Website aus verlinken und in einem  entsprechenden Verzeichnis listen, z. B. www.podcast.de. Garantieren Sie mit Ihren Podcasts 3 Dinge: Originalität, Kontinuität und Qualität.

    Sie sind auf der Suche nach neuen, einzigartigen Marketing & Trendinformaionen? Dann schauen Sie doch auf der Seite www.marketing-trendinformationen.de vorbei und erhalten Sie eine detaillierte Übersicht zu aktuellen Marketing-Trends.

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    Chancen-Ticker: Wo die Märkte von morgen entstehen

    Mittwoch, 12. August 2009 14:47

    Investieren Sie in hilfreiches Web 2.0: ein Service-Markt, der in Deutschland noch stark  unterentwickelt ist.

    Wer hat nicht die Nase voll von Gebrauchsanweisungen, die keiner versteht und technischen Geräten, die nicht funktionieren?! In den USA erfahren gerade Seiten wie FixYa.com, die mit klarer Strukturierung auch technophobe Menschen bei der Behebung ihrer  Schwierigkeiten unterstützen massiven Zulauf.

    Answerbag.com ist eine Seite, die über Stichworteingabe funktioniert und bereits auf mehr als 750.000 registrierte Nutzer kommt. MacFixIt.com liest  aufmerksam die Apple-Foren und bietet schlaue Lösungen an, während sich anderswo noch dir Köpfe rauchen. Besonders Ungeduldige – vor allem Smartphone-Nutzer – sollten sich von Video-Tutorials ins Bild setzen lassen, z.B. auf CnetTV.

    Zuversicht in MeckPom

    Die lange Zeit abgeschriebene Region Mecklenburg-Vorpommern  hat optimistische Unternehmer. Die meisten Firmen vor Ort erwarten für 2009 im Vergleich zum  Vorjahr konstante bis etwas niedrigere Umsätze. Jeder 5. Betrieb geht laut mecklenburgischem Unternehmerverband (VUMV) von einer besseren eigenen wirtschaftlichen Situation gegenüber dem Vorjahr aus, während nur 13 % pessimistischer sind.

    IBM mit Gewinnzuwachs trotz Krise

    Auch der Computer-Gigant IBM galt lange Zeit als  überholt und nicht mehr zeitgemäß. Mittlerweile macht das Unternehmen aus North Castle weniger als 10 % des Umsatzes mit Hardware-Produkten.

    Business-as-Usual in der Sehnsuchtsbranche

    Drei Viertel der Deutschen haben ihre Reisepläne für 2009 bereits gemacht. Laut einer Studie der Forschungsgemeinschaft „Urlaub und  Reisen“ wird die Hälfte der Reisenden mehr und die andere Hälfte weniger für den Urlaub ausgeben. Das Jahr 2008 verlief erfreulich, mit einem Zuwachs der Übernachtungen in  Deutschland von 3 %.

    Brain AG, eine besondere Form der Biotechnologie

    Die Brain AG von der hessischen Bergstraße hat im vergangenen Jahr den Deutschen Umweltpreis erhalten. Das Unternehmen  bedient sich im Baukasten der Natur (Eiweiße, Bakterien, Mikroorganismen), um mit kleinen Produktverbesserungen große Effekte zu erzielen.

    Für Henkel hat das Team um  Unternehmensgründer Holger Zinke ein Waschmittelenzym entwickelt, das es erlaubt viele  Sachen auf 40° C statt auf 60° C zu waschen. Ergebnis: Dadurch lassen sich in Deutschland  jährlich mehr als eine Million Tonnen CO2 einsparen.Die Brain AG steht für einen klaren  Zukunftstrend: die Biologisierung der Chemie-und Konsumgüterindustrie – so genannte weiße Biotechnologie. Informieren Sie sich ausführlich über die Chancenmärkte in der Krise. Das  Zukunftsinstitut hat sich die Märkte mit Zukunft genauer angeschaut und sie in einer Studie gebündelt.

    Weitere interessante Chancen und Trends für 2009 sowie ausführliche Informationen zu aktuellen Wachstumsmärkten finden Sie bei www.Zukunftsletter.de.

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    Digitale Poesiealben erobern die Geschäftswelt

    Dienstag, 14. Juli 2009 16:31

    Die Digital-Life-Design-Konferenz (DLD) führt jedes Jahr Pioniere aus Internetwirtschaft, Medien und Wissenschaft in München zusammen. Die Beiträge liefern ein Spiegelbild der Entwicklungen, die uns in den nächsten Jahren erwarten.

    Der Trendletter hat die 2,5-tägige Konferenz besucht und fasst die wichtigsten Ergebnisse aus Unternehmersicht zusammen:

    Der Siegeszug der sozialen Netzwerke geht weiter

    Bald werden sich dort alle Ihre jüngeren Mitarbeiter beteiligen.

    Fakten:
    Facebook, ein digitales Poesiealbum mit Kontaktmöglichkeit, wurde vor gut einem Jahr in Deutschland gestartet. Heute gibt es 2 Mio. Nutzer. Das größte soziale Netz der Welt gewinnt derzeit 1.000.000 Nutzer pro Woche hinzu. Andere Netze wie StudiVZ, Xing, Linkedin sind ebenso erfolgreich.

    Neue Verhaltensweisen:
    Nutzer laden mehr eigene Bilder und Videos hoch. Viele sind überdies im Dauerkontakt mit ihrer Online-Präsenz etwa auf Facebook – und geben halbstündlich Statusmeldungen ab.

    Nutzen für Unternehmer:

    1) Hier können Sie Stellenbewerber kennen lernen und
    2) hier finden Sie Diskussionen, Foren sowie Fanclubs, die Ihre Firma, Ihre Produkte oder Ihre Branche betreffen.

    Unternehmen setzen diese Technologie künftig auch für ihre internen Zwecke ein

    Tendenz:
    Firmen-Netzwerke werden zum Problemlösungswerkzeug.
    Ein Beispiel liefert Best Buy. Der 1968 gegründete Elektronik- Einzelhändler betreibt heute 1.300 Läden, vornehmlich in den USA, mit 150.000 Mitarbeitern. Zentrale interne Plattform ist Blueshirtnation.com, ein internes Facebook.

    Idee:
    Das Unternehmen wollte Aktivitäten, die Mitarbeiter ohnehin in sozialen Netzwerken entfalten, in die Firma holen. So entstand eine Mischung aus lebendigem Telefonverzeichnis, Wissensnavigator, Kontakt-Plattform und sozialem Kitt. Für die Teamführung und -kommunikation sowie den Ideenaustausch wurde überdies das Forum Watercooler im Internet geschaffen. Mitarbeiter treffen sich am virtuellen Getränkeautomaten, wo sie schnell Informationen austauschen. Die Rolle der Kommunikationsabteilung von Best Buy hat sich deutlich verändert. Sie verbreitet nicht mehr die Nachrichten, sondern stellt die Plattformen bereit, die Nachrichten verbreiten die Mitarbeiter selbst. Durch die Konkurrenz der boomenden sozialen Netze wird Fernsehen zu einem irrelevanten Medium. Ganz besonders gilt das für die Digital Natives (übers. digitale Eingeborene), also die nach 1986 Geborenen, die derzeit die Arbeitswelt in allen Betrieben erobern.

    Der entscheidende Mangel am TV aus Sicht dieser Generation

    Fernsehen ist reiner Konsum, man kann keine Kontakte mit anderen Mediennutzern schaffen. Deshalb rückt Fernsehen künftig in die Rolle eines ambience media – der Bildschirm läuft, aber er ist nicht mehr als ein elektronisches Lagerfeuer, das kaum beachtet wird. Den größten Teil ihres Medien-Zeitbudgets widmen die Digital Natives ihren Kontakten im Internet.

    Trendletter-Einschätzung:
    Diese Erkenntnis setzt sich auch unter den digitalen Gurus durch: In turbulenten Zeiten gewinnt der Produktionsfaktor Vertrauen an Gewicht. Digitale Netze sind wichtig, weil sie das Ideen- und Beziehungskapital mobilisieren. Aber nur die persönliche Begegnung schafft jenes Vertrauen, das nötig ist, um in unsicheren Zeiten die Flexibilität und die Risikofreude der Mitarbeiter zu erhalten.

    Einen spannenden Trendreport und sich daraus ergebende Strategien für die Zukunft sowie die aktuelle Trendprognose über das Web2.0 findet man bei www.Zukunftsletter.de.

    Interessante weiterführende Links über den Gesellschaftswandel und seine Folgen für die Mediennutzung, über kommende Technologie Trends von morgen, über erfolgreiche Pressearbeit in Zeiten von Web2.0 und zahlreiche weitere Zukunftsprognosen finden Sie bei www.Trendletter.de.

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    4 Konsumtrends, die künftig die Märkte prägen

    Montag, 6. Juli 2009 14:47

    Lieber reparieren als neu kaufen

    50 Prozent mehr Aufträge verzeichnen derzeit amerikanische Schuster. Statt neues Schuhwerk zu kaufen, lassen die Amerikaner Sohlen und Absätze wieder reparieren. Nach einem jahrzehntelangen Abstieg erlebt das Handwerk derzeit einen wahren Boom. Sogar im Netz sind die Reparaturbetriebe aktiv.

    Beispiel: AmericanHeelers.com bekommt pro Woche 100 Schuhe zur Reparatur zugeschickt – überwiegend von Menschen, die in Gegenden leben, wo der letzte Schuster vor Jahren geschlossen hat. Was den Boom antreibt, ist klar: Viele US-Haushalte sind klamm, für Neuanschaffungen fehlt schlichtweg das Geld (Schuhhändler berichten über 3,2 Prozent gesunkene Umsätze im letzten Jahr).

    Selbst auf dem Markt für Unterhaltungselektronik dreht sich der Wind. Gerade hier galt bisher Reparieren lohnt sich nicht. Die neue Devise dagegen lautet: Reparier‘ s selbst. Eine wachsende Anzahl von kleinen Internet- Versendern spezialisiert sich darauf, den Kunden zum Wartungstechniker zu machen. PDAparts.com zum Beispiel verkauft Ersatzteile für Mini-Computer vom Typ Palm Treos; auf der Seite sind Videos hinterlegt, die zeigen, wie man das Gerätegehäuse öffnet und die Reparaturen selbst durchführt.

    Gut genug reicht völlig aus

    Firlefanz ist out, Nutzwert ist gefragt. Konsumenten verhalten sich zunehmend konservativ. Das Produkt muss nicht ultramodern sein, sondern seine Funktion erfüllen. Bestes Beispiel für diesen Trend ist der Boom bei den so genannten Netbooks (abgespeckte Laptop-Computer). Die Rechner sind klein, billig und perfekt geeignet, um auf dem Sofa im Internet zu surfen. Für die allerneuesten Spiele reicht die Rechenleistung der 300-Euro-Winzlinge allerdings nicht. Dennoch verkaufen sich Netbooks rasant: 11 Mio. Stück im letzten Jahr (2007 waren es nur 182.000).

    Hintergrund: Konsumenten wünschen zunehmend Technologie, die das Gleiche für weniger Geld tut – anstatt mehr für einen höheren Preis.

    Dieser Trend zum Gut genug zeigt sich auch bei der Software

    Beispiel: Das kostenlose Textverarbeitungsprogramm von Google verfügt zwar längst nicht über die gleichen Funktionen wie Word vom Marktführer Microsoft. Dafür ist es kostenlos und läuft im Internet-Browser ab.

    Für Ultra-Luxus ist weiter Geld da

    24 Meter lang, 1.120 PS stark und vier Mio. Euro teuer ist die „Tiger Rose“, die Yacht von Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher. Solche Edelboote verkaufen sich nach wie vor gut. Spezialisten wie Drettmann, Bremen, berichten von konstanten oder wachsenden Umsätzen (www.drettmann.com) mit Luxusyachten.

    Ähnlich gut läuft das Geschäft mit Luxusreisen. Kurztrips nach Istanbul, Ausspannen auf den Malediven, Wellness-Urlaub in thailändischen Resorts – so sieht die Angebotspalette der Münchener Firma Designreisen aus. Die Trips kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro; auch eine halbstündige Reise in den Weltraum für 200.000 Dollar ist im Programm.
    Designreisen ist die einzige Agentur in Deutschland, die Plätze beim Anbieter Virgin Galactic vermitteln darf. Der Luxusanbieter vermeldet derzeit 20 Prozent Umsatzplus (www.designreisen.de).

    Diagnose: Hochpreisiges findet trotz Finanzkrise weiter eine Kundschaft (Ausnahme: Privatflugzeuge). Das zeigen die immer neuen Angebote auf dem Luxusmarkt.

    Aktuelle Beispiele:

    • 35 Dollar kostet die Eintrittskarte in den Kinos der amerikanischen Kette Village Roadshow Gold Class. Dafür erhält jeder Besucher seinen eigenen Sessel und kann sich von einem Kellner Sushi bringen lassen
      (www.goldclasscinemas.com).
    • Eine Flasche Bier für 270 Euro bietet die dänische Brauerei Carlsberg demnächst an. Der Gerstensaft reift sechs Monate in Eichenfässern und wird dann in eine verkorkte Designerflasche abgefüllt (www.carlsberggroup.com).

    Wichtig: Der Luxusmarkt ist nur im Top-Segment krisenimmun! Mittelgroße Yachten etwa verkaufen sich nur noch schlecht.

    Zweite Hand ist erste Wahl

    Secondhand ist in, nicht nur auf dem Textilmarkt. Auch in anderen Branchen bekommen Produkte immer häufiger ein zweites Leben.

    Beispiel Videospiele: Gamestop macht derzeit gute Geschäfte: Die US-Kette verkauft gebrauchte Videospiele für PC und Konsolen. Der Preis für Titel aus zweiter Hand liegt etwa 5 bis 10 Dollar unter dem durchschnittlichen Neupreis von 60 Dollar. Gamestop ist hoch profitabel: Der Bruttogewinn liegt bei Gebrauchttiteln um die 42 Prozent – doppelt so hoch wie im Geschäft mit neuen Games. Gamestop berichtet von 10 Prozent Umsatzwachstum – im Monat.

    Weitere praktische und zuverlässige Prognosen, wie beispielsweise über gesellschaftliche Trends, kommende Technologie Trends, wegweisende Trends der Zukunft und vieles mehr finden Sie unter www.trendletter.de.

    Weiterführende relevante Informationen über erfolgreiche Strategien in der Zukunft, zur aktuellen Marktforschung und über relevante Wachstumsmärkte finden Sie unter www.zukunftsletter.de.

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    Wissen was übermorgen passiert…

    Freitag, 8. Mai 2009 12:00

    … das möchten sicherlich viele.

    Hätte man da geade im ökonomischen Umfeld nicht einen enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber den weniger informierten Mitbewerben?

    Ganz bestimmt sogar, denn mit wertvollen Informationen über die Entwicklung der kommenden Tage, Wochen oder gar Jahre hat man die Möglichkeit sich auf das Kommende einzustellen.

    Dabei ist es gar nicht so wichtig sich auf konkrete Umstände mit bestimmten Maßnahmen einzustimmen, sondern vor allem eine hohe geistige Flexibilität zu beweisen, die im Idealfall dazu führt, sich offen gegenüber sich abzeichnenden sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Tendenzen zu zeigen.
    Um ein konkretes Bild zu skizzieren: Es ist grundsätzlich sinnvoller, sich als Kapitän auf einem Schiff auf die Wellenbewegungen auf offener See längsseits einzustellen, als permanent zu versuchen sich mit seinem Schiff querzustellen, da dies langfristig nur zermürbt, ohne dass sich ein positiver Aspekt einstellt.

    Hierfür haben wir in diesem Blog bereits mehrfach auf die zukunftsweisenden Beiträge im Trendletter hingewiesen, die sich beispielsweise mit aktuellen Arbeitsmarkt Trends, dem sozialen Gesellschaftswandel, der neuesten Trendforschung oder mit Wirtschaftsprognosen der Zukunft befassen.

    Doch nun geht der Trendletter einen Schritt weiter. Zusätzlich zu den weiterhin erscheinenden Artikeln, die über das Trendletter News-Archiv abrufbar sind, gibt es nun den neuen Trendletter Blog mit dem sinnvollen Namen über_morgen.

    In diesem Blog schreibt Axel Gloger, der Chefredakteur des Trendletter. Axel Gloger beschäftigt sich seit den achtziger Jahren mit Zukunftsfragen, die Unternehmer bewegen. Er spürt weltweit Trends auf, die Gesellschaft und Wirtschaft verändern. So auch in seinen Blogbeiträgen, die sich in regelmäßigen Abständen um die folgenden Fragen drehen:

    • Was zeichnet erfolgreiche Unternehmen aus?
    • Was sind die Unternehmensmodelle der Zukunft?
    • Welche Wirtschafts- und Marketingstrends werden relevant?
    • Welche sind die erfolgsversprechenden Management Trends von morgen?
    • Welche Arbeitsmärkte erwarten uns in der kommenden Zeit?
    • Welche Technologien bergen ein zukunftsfähiges Potenzial in sich?

    Dank dem Trendletter-Blog erhält man nun noch rascher als bisher, frühzeitig exklusive Informationen über die neuesten Trends und Entwicklungen in der Zukunft.

    Wissen was übermorgen passiert…
    … kein Problem mit dem über_morgen Blog von Trendletter.de!

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    Wie sich die Computerwelt in den kommenden Jahren verändert

    Montag, 20. April 2009 15:56

    Grüne IT verändert den Einsatz von Computern im Unternehmen.

    „Bitte denken Sie an die Folgen für die Umwelt, bevor Sie diese Nachricht ausdrucken.“ Das steht inzwischen unter vielen E-Mails als Standard-Zusatz. Absender stärken mit diesem Trend ihr grünes Image. Überdies werden physische Treffen durch Videokonferenzen ersetzt mit dem Argument, die ersparten Reisen der Teilnehmer entlasten die Umwelt. Das wird den Markt für Videokonferenz-Systeme schüren (ein passabel funktionierendes Gratis-System gibt es unter www.skype.de, Voraussetzung: Ihr PC hat Mikrofon, Lautsprecher und Webcam). IT-Hersteller werden die neuen Produktgenerationen in der Zukunft mit grünen Verkaufsargumenten vermarkten.

    Bald in jedem beliebigen Buch blättern und lesen; bezahlt wird pro abgerufener Seite.

    Google hat den Inhalt von Millionen Büchern elektronisch erfasst. Dieser soll, in Häppchen portioniert, gratis über die Suchmaschine zugänglich sein. Das schafft einen neuen Lesekanal jenseits des Buchkaufs: Leser können absatzweise auf Inhalte aller gängigen Bücher zugreifen.

    Wer mehr lesen will, zahlt: Eine Gebühr pro Seite ist geplant. Einnahmen teilen sich Google (37 Prozent) und Rechte-Inhaber (63 Prozent).

    Auf dem IT-Markt wird nicht mehr allein die Hardware zählen, sondern das Geschäft Hardware + Service.

    Das ist das neue Geschäftsmodell, an Beispielen: Apple bietet nicht nur das Musik-Abspielgerät iPod, sondern auch den Plattenladen im Internet (iTunes).

    Tom-Tom und Garmin, Hersteller von Navigationssystemen, werden den Markt mit ihren Geräten bald durchdrungen haben. Wenn jeder ein Navi besitzt, wird das Geschäft mit Services wie Staumeldungen, aktuellen Warnungen vor Radarkontrollen und Karten-Aktualisierungen wichtig. Hier entstehen Wachstum und Deckungsbeiträge.

    Mitgliedschaft im Sozialen Netz (StudiVZ, Facebook, Xing) ist bald so wichtig wie ein Bankkonto oder ein Telefon

    Wer nicht dabei ist, macht sich als Außenseiter verdächtig. In Zukunft wird dieser Kanal für Standard-Kommunikation genutzt. Indiz: Der Rechtsanwalt Mark McCormack erreichte die Prozessgegner nicht per Post oder Mail. So stellte er die Mahnungen per Facebook den Schuldnern zu. Auch Suchen nach Knochenmarkspendern und Ideen-Wettbewerbe werden bereits über die sozialen Netzwerke veranstaltet.

    Hier finden Sie übrigens weitere spannende erfolgreiche Strategien in der Zukunft, tolle Marketing Strategien und viele weitere interessante Trends der Zukunft.

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    Familienunternehmen punkten mit Image-Plus

    Sonntag, 19. April 2009 15:43

    Im Zuge der Finanzkrise geraten Familienunternehmen wieder in den Blick öffentlichen Interesses. Sie sind die Antithese zum Konzern mit anonymen Eigentümern, genießen einen natürlichen Image-Bonus. Einzelne Familienfirmen nutzen diesen Vorsprung gegenüber Kunden und auf dem Arbeitsmarkt (Hipp, Underberg, Aldi).

    Wichtige Entwicklungen aus Trendletter-Sicht:

    1. Familienunternehmen sind die Gewinner in der öffentlichen Wahrnehmung.

    Erfolgreiche Familienunternehmen sind Sympathieträger in einer Welt schneller und umfassender Veränderungen.

    2. Sie sind die Jobmotoren von morgen.

    Familienunternehmen schaffen Arbeitsplätze im Inland und im Ausland. Internationalisierung sichert das Wachstum, das jedes Geschäft braucht. Inländische Standorte sichern Wissen und Kernkompetenz.

    3. Familienunternehmen bedienen den Wunsch nach Personalisierung.

    In einer unruhigen Welt steigt der Wunsch nach verlässlichen Konstanten. Diese bieten die Familienunternehmen, ein Unternehmenstyp, bei dem es Eigentümer gibt, die mit ihrem Namen für Erfolg, Beschäftigungschancen, solide Führung und Qualität der Produkte einstehen.

    4. Sie stehen für eine ehrliche Stakeholder-Orientierung.

    Familienunternehmen brauchen keine Corporate Social Responsibility als soziales Feigenblatt. Ein erfolgreiches Familienunternehmen wirkt per se sozial verantwortlich, weil es stabile Berufswege für seine Mitarbeiter bietet.

    5. Familienunternehmen werden zu Spielern auf der Bühne des internationalen M&A-Geschehens.

    Erfolgreiche Familienunternehmen bedienen sich derselben Strategie- und Führungsinstrumente wie andere Unternehmenstypen. Sie nutzen ihre Chancen auf dem M&A Markt.

    6. Familienunternehmen achten auf ihr Vertrauenskapital.

    „Dafür stehe ich mit meinem Namen“, diese Aussage leitet das Verhalten jedes erfolgreichen Familienunternehmens. Dieser Unternehmenstyp ist konstitutionell auf sein Vertrauenskapital angewiesen, denn im Falle eines Fehlschlages verliert der Unternehmer oder Inhaber sein Unternehmen.

    7. Familienunternehmen sind die Gewinner in der Werte-Ökonomie.

    Zukunftsforscher wie das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) oder das Zukunftsinstitut erwarten das Aufkommen einer Ökonomie der Werte. Nicht nur Preis, Kosten und Effizienz werden in dieser Welt zählen, sondern auch Heimat, Persönlichkeit und Nachhaltigkeit. Das Familienunternehmen wird von diesem Trend überdurchschnittlich profitieren.

    Hier finden Sie weitere Informationen zu Wirtschaftsprognosen der Zukunft sowie über spannende Arbeitsmarkt Trends.

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    Wirtschaftskrise & Rezession: Wie Sie die Konsumenten im Jahr 2009 erreichen

    Dienstag, 17. März 2009 17:46

    Machen Sie Ihre Produkte cheap und chic

    Unsere Ökonomie steht vor einer epochalen Herausforderung… Es gibt eine neue Avantgarde des guten Geschmacks. Und kein Zufall: Ausgerechnet in der Wirtschaftskrise meldet sie sich zu Wort. Ein Markt-Trend, der uns in den nächsten Jahren definitiv begleiten wird, funktioniert so:

    • Fokussieren Sie einen Kunden, der sich den Überfluss nicht mehr leisten kann und will
    • Machen Sie sich klar, dass es sich schon jetzt um einen globalen Kunden handelt, der in Brasilien ebenso wie in Osnabrück und in Singapur nach einem Low-Budget-Luxus giert
    • Bedenken Sie jedoch immer, dass Sie keinen No-Budget-Markt beliefern möchten, sondern ein komplexes Produkt anbieten müssen, das bezahlbar, funktional und mit einer zeitgeistigen Ausstrahlung daherkommt

    Einige Beispiele aus unterschiedlichen Branchen, die den Trend belegen:

    Amerikas Spitzen-Retailer Target hat sich lange vor der Rezession eine Cheap-Chic-Strategie verordnet und damit den Konkurrenten Kmart hinter sich gelassen. Da der amerikanische Einzelhandelsmarkt hart umkämpft ist und Wal-Mart preislich nicht mehr zu unterbieten ist, setzte Target auf eine radikale Umpositionierung – und hatte nachhaltigen Erfolg damit. Die Stores wirken jünger, cooler und cleaner als Wal-Mart.

    Target schwört auf „upscale discounting“, was vor allem 2 Maßnahmen erforderte: Kooperationen mit angesehenen Designern und ein phantasievolles Branding. Im Segment Bekleidung gingen die Preis-Premium-Discounter eine Kooperation mit Mossimo ein. Exklusive Sony-Geräte und Philippe Starcks Reality Line gingen bei Target an den Start, die meisten Produkte werden exklusiv für Target hergestellt.

    Im Oktober 2008 besiegelte Target die Zusammenarbeit mit Thakoon, einem Designer, bei dem Michelle Obama, die neue First US-Lady, gerne arbeiten lässt. Der Design-Discounter sucht bewusst die Nähe zu puristischen asiatischen Stilen: Blue Ginger ist eine Food-Linie, die asiatische und westliche Geschmacksrichtungen geschickt kombiniert. Und während Wal- Mart 0,3 % des Umsatzes ins Marketing reinvestiert, gibt Target 2,3 % für Kundenkommunikation aus. Höchst erfolgreiche Kundenbindungsmaßnahmen und Imageprojekte wie die Beteiligung an der Restaurierung des Washington Monuments und an Erziehungsprogrammen sichern den langfristigen Erfolg.

    Die Dacia-Demokratie: Wie sich eine Marke mit minimalistischem Chic nach oben robbt

    Niemand hat an das rumänische Billigauto geglaubt, doch Dacia hat in den vergangenen 3 Jahren sage und schreibe 1 Mio. Billig-Pkws verkauft. Die Strategie ist simpel: Nutze das vorhandene Vertriebsnetz, das in der Renault-Familie zur Verfügung steht. Gehe mit dem Discount-Produkt Dacia Logan (7.200 Euro) in den Markt. Schiebe anschließend ein weiteres Produkt nach. Dacia hat mit dem MCV junge Familien anvisiert und noch einmal die Preise der Konkurrenz unterlaufen (8.500 Euro). Positioniere ein anspruchsvolles, aber weiterhin günstiges Edelprodukt (Dacia Sandero), womit man zu der Zielgruppe der gut verdienenden Mittelständler vorstößt, in ein Massensegment wie die Golf-Klasse vorstößt und dies wieder zu einem Preis, der unter 10.000 Euro liegt. Zunächst als Ostblock-Auto belächelt, hat Dacia in den vergangenen Jahren insgesamt 3 Mio. Autos verkauft.

    Grüner Wohnen: Trotz bzw. aufgrund der Immobilienkrise floriert in den USA das Geschäft mit den ökologischen Häusern

    Green Builders Inc. (www.greenbuildersinc.com) aus Austin/Texas bietet grünes Wohnen (zwischen 150 und 300 m2) zum für US-Verhältnisse günstigen Preis von 225.000 US-Dollar an. Im Paket enthalten sind Bambus-Parkettböden, hocheffiziente Heizungssysteme, moderne Fensterisolierungen, Regenwassertonnen und eine garantiert giftfreie Bauweise. Im Jahr 2005 wurden in den USA gerade einmal 10 Mrd. US-Dollar mit LOHAS-Häusern umgesetzt. Im vergangenen Jahr und trotz Immobilienkrise waren es bereits 49 Mrd. US-Dollar – 2013 soll sich dieser Wert noch einmal verdreifacht haben (Zahlenbasis: Mc-Graw-Hill Construction).

    Billig und zeitgeistig: Puristische Hotel-Moderne

    Vor kurzem hat in der Schweiz in der Gemeinde Sevelen das so genannte „Null-Sterne-Hotel“ geöffnet, was vor allem eine PR-Aktion zweier Künstler war, aber tatsächlich auch von klammen Kunden bewohnt werden kann. Die Räume sind allerdings wenig anziehend, denn es handelt sich um leer stehende Luftschutzbunker (www.null-stern-hotel.ch).

    Der neue Budget-Luxus im Hotelsegment ist natürlich etwas vollkommen anderes. Im Zukunftsletter wurden mit den Yotels und dem Grazer Hotel Daniel erfolgreiche Exemplare dieses Genres vorgestellt. In Amsterdam, Antwerpen und Maastricht machen gerade die Qbichotels (www.qbichotels.com) von sich reden und erweitern den Markt. Zimmer gibt es ab 69 Euro, je früher man bucht, umso günstiger werden die Zimmer, es gibt keine Rezeption, aber einen zuverlässigen Zimmerservice, die Buchung erfolgt ausschließlich online, Automaten stellen die Verpflegung sicher. In den nächsten 5 Jahren sollen 15 weitere Hotels in Europa entstehen.

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    Thema: Zukunft | Kommentare (0)