Mit der richtigen 404 Fehlerseite 10–15 % mehr Umsatz machen

Meldet Ihre Website auch „404 – File not found“?

Sicher sind Sie über die Meldung „404 File not found“ schon des Öfteren gestolpert. Dann, wenn Sie auf fremden Seiten surfen. Auf Ihrer eigenen Website ist Ihnen das vermutlich noch nie passiert. Kein Wunder, die kennen Sie ja auch wie Ihre Westentasche. Aber Ihren potenziellen Kunden passiert dies tagtäglich. Wenn Sie mal sehen wollen, was Ihre Kunden sehen, dann machen Sie gleich die Probe aufs Exempel.

Klicken Sie irgendeine Unterseite Ihres Web-Auftritts an. Gehen Sie nun in das Adressfeld Ihres Browsers und löschen Sie einen Buchstaben aus der dort angegebenen Adresszeile. Klicken Sie den Reload-Button und schwupps erscheint eine Fehlermeldung. Hoffentlich nicht die standardmäßige „404 File not found“-Meldung. Denn dann sollten Sie an dieser Stelle schleunigst etwas für Ihr Online-Marketing tun.

Warum Sie die 404-Meldung individuell gestalten sollten:

Ihre Besucher sind vorwiegend deutschsprachig. Eine englische Standard-Fehlermeldung hilft da vielen nicht weiter. Die 404-Seite ist nicht in im Layout Ihres Online-Auftritts gestaltet. Viele, die diese Seite sehen, brechen den Besuch auf Ihrer Internetseite ab. Das können Sie im Rahmen von intelligenter Online-Werbung verhindern.

So gestalten Sie die perfekte 404-Seite

  1. Fassen Sie sich kurz.
    Was immer Sie tun, machen Sie nicht zu viele Worte. Jemand, der auf einer Fehlerseite gelandet ist, ist ein bisschen wie jemand, der sich im Wald verlaufen hat. Da hilft es ihm nicht, die einzelnen Bäume zu studieren. Machen Sie also nicht allzu viele Worte der Erklärung, Erläuterung oder Entschuldigung. Nehmen Sie ihn lieber an die Hand und führen Sie ihn aus dem Wald heraus. Beispielformulierung: „Nicht auf Anhieb gefunden, was Sie suchen? Wir helfen Ihnen!“
  2. Gestalten Sie die 404-Seite im Layout Ihres gesamten Webauftritts.
    Das heißt: in denselben Farben und Schriften. Wichtig: Auch Ihr Firmenlogo und Ihre Anschrift sollten enthalten sein. Damit ein orientierungsloser Besucher wieder weiß, wo er sich befindet.
  3. Integrieren Sie Ihre Navigation.
    Eine 404-Seite sollte auch Ihre Navigationselemente enthalten. Möglicherweise zeigen sie dem Besucher gleich, wonach er sucht – und er kann sich mit einem Klick selbst aus der Sackgasse befreien.
  4. Integrieren Sie ein Suchfeld zur Volltextsuche.
    Eine normale 404-Seite sagt dem Besucher, dass er eine Information nicht gefunden hat. Eine perfekte 404-Seite hilft dem Besucher dagegen bei der Suche. Deshalb sollten Sie dem Besucher im Zentrum Ihrer 404-Seite ein Suchfeld offerieren, in das er den gewünschten Begriff eingeben kann.
  5. Integrieren Sie einen Link zur Startseite.
    Möglicherweise ist der Besucher von Google gekommen und möchte Ihr Angebot durch einen allgemeinen Überblick erkunden, wie sie ihn auf Ihrer Startseite anbieten.
  6. Integrieren Sie einen Link zur Sitemap.
    Jede Website sollte eine Sitemap – also eine Übersicht über alle in ihr enthaltenen Seiten – aufweisen. Viele Besucher benutzen gern eine solche Struktur – da sie ihnen hilft, schneller ans Ziel zu finden. Der Link zur Sitemap gehört also unbedingt auf Ihre 404-Seite.
  7. Bieten Sie persönlichen Kontakt an.
    So mancher Besucher ist womöglich schon vom erfolglosen Klicken genervt und freut sich, einen persönlichen Ansprechpartner erreichen zu können. Die Angabe Ihrer Telefon-Hotline und/oder einer E-Mail-Adresse wirken da Wunder! Beispielformulierung: „Wir freuen uns auf Ihren Anruf! Täglich von 7–19 Uhr“.

404-Seite: Das sollten Sie keinesfalls tun!

Hüten Sie sich auch vor Fehlern, wie sie allzu häufig gemacht werden:

  1. Keine Vorwürfe!
    „Bitte überprüfen Sie, ob Sie sich vertippt haben.“ Damit sagen Sie dem Besucher nichts anders als: „Du warst zu doof, das Richtige zu finden.“ Kein guter Start für eine Kundenbeziehung.
  2. Keine Entschuldigung.
    „Wir bitten um Entschuldigung“ – auch das ist falsch. Schließlich muss der Fehler gar nicht auf Ihrer Seite liegen. Ein solches deplatziertes Schuldeingeständnis wirkt nicht gerade vertrauenerweckend. Bedauern ausdrücken ist okay, Entschuldigen geht zu weit.
  3. Nichts ist unmöglich.
    „Leider kann die von Ihnen gewählte Seite nicht angezeigt werden“, schreibt BMW auf seiner Fehlerseite. Was falsch 404-Seiten werden immer dann angezeigt, wenn
    • der Besucher sich bei der Eingabe der Adresse (URL) vertippt hat
    • eine Suchmaschine noch einen veralteten Link anzeigt
    • eine Seite von Ihnen gelöscht oder in ein anderes Verzeichnis geschoben wurde.

    Was falsch ist. Denn vielleicht kann die Seite ja doch angezeigt werden, wenn man dem Besucher beim Auffinden behilflich ist?

  4. Gründe und Ausflüchte.
    „Möglicherweise haben Sie sich vertippt, sind die Daten veraltet oder die Seite ist nicht mehr vorhanden.“ Mal abgesehen davon, dass man durch die Angabe eines Sammelsuriums von Gründen Ahnungslosigkeit dokumentiert – die Gründe sind immer die gleichen (siehe Kasten) und müssen nicht ausgeführt werden. Denn auch solche Sätze lenken vom eigentlichen Ziel ab – dem Besucher schnellstens weiterzuhelfen.
  5. Falscher Humor.
    „Ups, Ihre Seite ist weg.“ Möglicherweise können Sie und Ihr Webmaster über diesen Humor lachen. Ein vielleicht schon genervter Besucher allerdings nicht. Deshalb müssen Sie bei humorvollen Seiten immer aufpassen, Ihre Besucher nicht zu veralbern.
  6. Automatisch weiterverlinken.
    Manche Website-Betreiber halten es für eine gute Idee, den irregeführten Besucher einfach auf die Startseite weiterzusenden – mit einer automatischen Weiterleitung eben. Da heißt es dann: „Leider ist die von Ihnen gewünschte Seite nicht mehr vorhanden. Sie werden in 3 Sekunden zur Startseite umgeleitet.“ Nichts hasst ein Besucher mehr, als den Surf-Vorgang nicht selbst kontrollieren zu können und irgendwohin gesandt zu werden, wo er vielleicht nicht hinmöchte. Behandeln Sie Ihre Kunden als das, was sie sind: Menschen, die ihre Entscheidungen selbst treffen können.
  7. Den Betrieb einstellen.
    Keinesfalls sollte Ihnen das unterlaufen, was mir beim BMW-Zubehörshop passiert ist. Da hieß es nach Eingabe einer falschen URL: „Unsere Seiten sind vorübergehend nicht mehr erreichbar.“


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Datum: Freitag, 6. März 2009 15:04
Themengebiet: Allgemein

WongIt!

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