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Wie in Zukunft das Hirn den Rechner steuert

Samstag, 27. August 2011 9:24

Kinder zeigen uns die Zukunft des Computers. „Mein Notebook ist Teil meines Ichs“, sagt ein 10- jähriger Junge ganz selbstverständlich. Für ihn ist der ständige Austausch mit dem Rechner vollkommen normal. Diese Einstellung zeigt, was kommt. „Computer und Mensch werden verschmelzen“, beschreibt der renommierte IT-Forscher Ray Kurzweil überspitzt die weitere Entwicklung.

In den 20er Jahren dieses Jahrhunderts, sagt der Computer-Guru, werde es normal sein, dass Mensch und Maschine direkt im Austausch stehen, ohne Umweg über Bildschirm und Tastatur. Die  Technologie dazu sind die so genannten Nanobots – Bruchteile von Millimetern kleine Aggregate, die zu Millionen durch unsere Blutbahnen strömen werden. Im Hirn werden die Nanobots direkt mit den  Nervenzellen interagieren – und so Denken und Wahrnehmen verbessern und verändern. Diese Idee ist keineswegs ein Hirngespinst: Die Nano-Technologie (übers.: die Technologie des Kleinsten) ist heute und künftig eines der wichtigsten neuen Forschungsgebiete. Eine Analyse von Karin Frick und Stefan  Kaiser, Zukunftsforscher aus der Schweiz bestätigt diesen Ansatz. Ihre These lautet: Künftig werden die Grenzen der Biologie gesprengt. Der Mensch wird zum Hochleistungs-Kommunikationsvehikel. Ermöglicht wird das durch unsichtbare Computer überall. Jeder ist mit jedem und alles mit allem vernetzt. Nicht nur Menschen sind miteinander verknüpft, sondern auch Maschinen untereinander.

Das Garagentor, das sich bei Annäherung des Benutzers automatisch öffnet, gehört dazu ebenso wie Geldscheine mit Mikro-Sender (Rfid-Chip) oder ein mit Mikro-Computern aufgewertetes T-Shirt, das den Gesundheitszustand seines Trägers analysiert. Die GDI-Analyse zeigt einige wichtige Entwicklungslinien für die fernere Zukunft nach 2020:

Computer werden mit Gehirnkraft gesteuert. Eine der nächsten Generationen des Mobiltelefons ist das Brainphone, das Gedanken per Telepathie austauscht. Hirnscanner werden in öffentlichen Gebäuden die Gedanken gefährlicher Personen erkennen. Ein Internet-Anschluss im Hirn wird für Lernen, Erziehung, Unterhaltung (Lesen, Filme) und auch Werbung genutzt.

  • Neuro-Synthesizer verändern die Wahrnehmung – Sie verbessern nicht nur die Hirnleistung, sondern können auch Stimmungen steuern, Erfahrungen erschließen und Bewusstseinszustände herbeiführen. Überdies: So wie Sie heute die Software Ihres Rechners aktualisieren wird künftig mit dem Gehirn verfahren – es gibt etwa Wortschatz-Erweiterungen für Spanisch, Russisch, Chinesisch.
  • Trendletter-Einschätzung: Die zuletzt geschilderten Entwicklungen werden erst in Jahrzehnten umgesetzt. Sicher aber ist: Der Computer in seiner heute üblichen Erscheinungsform Bildschirm, Zentraleinheit, Tastatur wird langsam verschwinden. Informationen werden in Zukunft auf unseren Augenhintergrund projiziert – in Echtzeit.
  • IT-Abteilungen in Unternehmen werden ihre Rolle ändern. Ihre Aufgabe in Zukunft: Sie sorgen für Sicherheit, Privatsphäre und Schutz – denn je näher Software in Zukunft unserem Körper kommt (sie wird teils am Körper, teils im Körper arbeiten, sagt Ray Kurzweil), desto wichtiger wird der Schutz vor Fehl-Programmierung und Software-Viren.

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    Forecasting

    Montag, 3. Januar 2011 7:37

    Suchmaschienen verraten Ihnen, wie das Geschäft von morgen läuft

    Das Web liefert gute Prognosen über das Kaufverhalten der Kunden von morgen.

    Grundregel: viele Suchvorgänge zu einem Produkt heute = hohe Verkaufszahlen morgen. In der Musik-, Film- und Computerspiele- Branche sind Web-Vorhersagen schon üblich. Hier werden die Suchanfragen beobachtet, die bei Google zu einem bestimmten Titel eingegeben werden. Die Suchmaschine als Prognosewerkzeug ist besonders dort hilfreich, wo andere Prognosemethoden versagen.

    So funktioniert die Prognose per Suchmaschine: Unter www.google.de/trends können Sie Trendgrafiken erstellen lassen. Geben Sie einen oder mehrere (dann durch Kommas getrennte) Begriffe ein. Google zeigt die Häufigkeit der Suchanfragen im Zeitverlauf. Englische und/oder stark verbreitete Begriffe funktionieren am besten.

    Weitere spannenden Trends finden Sie bei www.trendletter.de

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    Selber machen statt Fremdbezug

    Montag, 13. Dezember 2010 15:11

    Eigenfertigung statt Kooperation

    Pionier-Unternehmen zeigen, wie Sie das neue Muster in Ihrem Geschäft umsetzen können.

    Der Flugzeugbauer Boeing kauft Zulieferer auf, Oracle, einst ein reines Software-Unternehmen, baut eine Hardware-Produktion auf, General Motors übernimmt seinen größten Teile-Lieferanten, Pepsi schluckt ehemals unabhängige Abfüller, der Stahlproduzent Arcelor übernimmt Erzminen in Brasilien. Vertikale Integration wird für Sie dann lohnend sein, wenn

    • Ihr Einkauf unter stark schwankenden Preisen für Rohstoffe oder Vorprodukte leidet,
    • bestimmte Vorleistungen auf dem Markt nicht mehr oder nur unter erschwerten Bedingungen erhältlich sind,
    • Sie durch Integration von weiteren Teilen der Wertschöpfungskette Ihre eigene Rendite steigern können.

    Trendletter-Empfehlung: Nehmen Sie Abstand von der Stategie des Auslagerns um jeden Preis. In der Post-Krisen-Ökonomie lohnen sich Investitionen in Sicherheit – wenn Sie größere Teile Ihrer Wertkette selbst kontrollieren, sind sie weniger abhängig von den Bedingungen schwankender Märkte oder von unsicheren Partnern.

    Möchten Sie mehr über Trends erfahren? Besuchen Sie die Website www.Trendletter.de

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    Neuer Markt: Hausbesuch via Bildschirm und Telefon

    Montag, 25. Oktober 2010 8:16

    Amerikaner, die in Texas leben, brauchen ab sofort nicht mehr das Haus zu verlassen, um einen Arzt zu konsultieren: Sie können sich von einem Mediziner per Videokonferenz untersuchen lassen.

    Anbieter dieses Dienstes, der via Internet funktioniert, ist die Firma NowClinic. Wer ihn nutzen will, braucht lediglich einen internetfähigen PC mit Webkamera. Eine zehnminütige Konsultation via Bildschirm kostet zehn Dollar; der Arzt am anderen Ende der Datenleitung kann sogar Rezepte ausstellen.

    UnitedHealth-Group, die größte US-Krankenversicherung, bietet ihren Kunden den Dienst bereits an. Hintergrund: In Texas herrscht akuter Ärztemangel. 70 Prozent aller Erkrankten bekommen keinen Termin bei ihrem Hausarzt am gleichen Tag (http://go.optumhealth.com).

    Trendletter-Prognose: Diagnose per Webcam wird in wenigen Jahren an der Tagesordnung sein. Noch ist dieser Markt für Telemedizin nahezu unbesetzt – eine große Chance für Unternehmer! Für die Diagnose aus der Ferne sprechen:

    1) Vor allem deutsche Patienten gehen zu häufig zum Arzt (17,9-mal im Jahr; in Schweden liegt dieser Wert bei 2,8 Besuchen). Das belastet die Gesundheitskassen.

    2) In vielen Gebieten, vor allem im Osten, wird sich in den kommenden Jahren der Ärztemangel verschärfen.

    Zukunftstipps und Trends finden Sie bei www.trendletter.de

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    Der Un-Trend: Geschäft mit dem Gegenteil

    Samstag, 23. Oktober 2010 9:07

    Derzeit entwickelt sich eine Bewegung um die Vorsilbe „Un-“.

    Eine bewährte Praxis wird in ihr Gegenteil verkehrt – oft mit Erfolg („GDI-Impuls“, 4.09).

    Sinnvoll ist dieses Vorgehen, um auf statischen Märkten die Energie des Neuen in ein Angebot zu bringen.

    Beispiele:

    • Unbranding. In seinem Kaffee-Lokal in Seattle (15. Avenue) verzichtet die Kette Starbucks auf jegliches Markenlogo.

    • Unpackaging. Präsente werden aus Umweltschutzgründen nicht mehr in Geschenkpapier eingewickelt.

    • Unpricing: Dem Kunden wird die Festlegung des Preises überantwortet – ein Marketing-Gag, der Aufmerksamkeit schafft.

    • Unmodeling. Das Frauenmagazin „Brigitte“ verzichtet auf Models – und bildet stattdessen normale Leserinnen ab.

    Trendletter-Votum: In unsicheren Zeiten können sich Gegenthesen zu etablierten Angeboten als sehr einträglich erweisen.

    Weitere Trendinformationen bekommen Sie bei www.trendletter.de

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    Diese Abläufe sollten Sie kennen, damit Ihre Meldung gedruckt wird

    Donnerstag, 21. Oktober 2010 9:01

    Sie arbeiten dafür, dass Journalisten Ihre Texte lesen, bewerten, veröffentlichen. Dazu bedarf es aktueller Themen, die Medien und Öffentlichkeit interessieren, und dazu bedarf es Ihrer Kenntnis der Redaktionsabläufe. Denn in diesem zeitlichen Rahmen können Sie handeln.

    Sicherlich haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Ihr Thema nicht veröffentlicht wurde, obwohl Ihre Pressemitteilung alle wichtigen Kriterien aufweist. Vielleicht haben Sie sogar zuvor mit dem Redakteur gesprochen und auch er hat durchaus eine Chance eingeräumt, dass Ihr Thema zumindest eine Meldung wert sein könnte. Umso größer ist die Enttäuschung, wenn Sie keine einzige Zeile in der nächsten Ausgabe Ihrer Tageszeitung finden.

    Die Themen der Zeitung bestimmt die Redaktionskonferenz

    Die Redakteure der Zeitung arbeiten entweder in der klassischen Struktur, nämlich getrennt nach Ressorts, oder sie arbeiten ressortübergreifend am Newsdesk. Beiden Formen gemein ist jedoch die Redaktionskonferenz. Hier schlagen die Redakteure Themen vor, stellen sie zur Diskussion und entscheiden darüber, welche Pressemitteilung neben den Hauptthemen  des Tages den Sprung ins Blatt schafft. Das letzte Wort hat der Chefredakteur.

    Somit gibt es für Ihre Pressearbeit klare Zeitvorgaben

    1. Die Redaktionsonferenz am Morgen, die in der Regel zwischen 10.00 und 11.00 Uhr stattfindet, je nach Gepflogenheiten und Organisation.

    2. Vom späten Vormittag bis zum frühen Nachmittag finden je nach Terminplan Pressgespräche, Veranstaltungen etc. statt.

    3. Der Redaktionsschluss am späten Nachmittag, der in der Regel zwischen 17.00 und 18.00 Uhr liegt, Ausnahmen sind möglich, wenn die Themen brandaktuell und von besonderer Bedeutung sind.

    4. Erfolgs-Tipps für Ihre Pressearbeit

    Tipp 1: Sie möchten kurzfristig eine Pressemitteilung in die Redaktionen senden?

    Beachten Sie den Redaktionszeitplan. Senden Sie diese am Mittag des Vortages. Denn dann ist die aktuelle Tageskonferenz vorüber und der Redakteur hat im Laufe des Tages Zeit, Ihre Pressemitteilung zu sichten und sie vielleicht für die nächste Redaktionskonferenz vorzusehen. Kurz vor der Redaktionskonferenz am Morgen und kurz vor Redaktionsschluss wird Ihre Pressemitteilung kaum beachtet. Es sei denn, sie läuft mit Priorität über den Newsticker.

    Tipp 2: Wenn Sie eine besonders wichtige Pressemitteilung in die Redaktion gesendet haben, weisen Sie darauf telefonisch hin.

    Aber Achtung: Rufen Sie nur in wirklich wichtigen Fällen an. Ein Anruf nach dem Versand allgemeiner Pressemitteilungen nervt und wirkt unprofessionell.

    Tipp 3: Geben Sie sich zu erkennen.

    Versenden Sie Ihre Pressemitteilung ausschließlich auf Ihrem Pressebogen, versehen mit Logo, Anschrift und Kontaktdaten, und deklarieren Sie Ihren Text als Pressetext, indem Sie gut sichtbar am Anfang des Bogens das Wort „Pressemitteilung“ ausschreiben.

    Tipp 4: Schreiben Sie im journalistischen Stil.

    Ihr Pressetext muss sichtbar die Fakten betonen, sachlich und verständlich und in klarer Struktur:

    • Headline: Wichtigste Botschaft knapp formuliert
    • Teaser: Beantwortet die Fragen was, wer, wo, wie, wann, warum
    • Hauptteil: Bringt Fakten und Ergebnisse
    • Schlussteil: Fasst Ihre Botschaft zusammen
    • Weitere Informationsmöglichkeiten z. B. auf Ihrer Website
    • Hinweise auf kostenfreie Pressefotos
    • Ihre Kontaktdaten mit Name, Durchwahl und E-Mail-Anschrift

    Fazit

    Sie steigern den Erfolg Ihrer Arbeit, wenn Sie die Redaktionsabläufe kennen. Die Redaktionskonferenz am Vormittag und die Deadline am frühen Abend bestimmen Ihren Zeitrahmen für die Pressearbeit, wenn Sie Ihre Texte in die Zeitung bringen wollen.

    Weitere Interessante Informationen über Pressearbeit finden Sie bei www.prpraxis.de

    Thema: Public Relations (PR), Werbung | Kommentare (0)

    Die Einkaufspreise müssen durchschnittlich um 3,35 % sinken

    Donnerstag, 26. August 2010 15:29

    Beschaffungsperformance 2010 – Der starke Preisverfall des Vorjahres entlastet die Lieferantenkalkulationen

    Laut Bundesstatistik kann jeder Einkauf 3,35 % Preisreduzierung von seinen Lieferanten erwarten, wenn diese zum produzierenden Gewerbe gehören sowie zwischen 500 und 999 Mitarbeiter haben. Das Sparpotenzial ist offensichtlich groß. Minus 3,35 % pro 100.000 €  Beschaffungsvolumen ergibt eine Ersparnis von 3.350 €. Bei 1 Million sind es schon 33.500 €   und bei 10 Millionen sogar 335.000 €.

    Beachten Sie: Je nach Lieferanten-Branche sind die Preisreduzierungen auf deren Beschaffungsseite noch deutlich höher anzusetzen!

    Den Spieß umdrehen

    Schlagen Sie die Lieferanten jetzt ganz einfach ihren den eigenen Waffen! Die typische Verkäuferargumentation bei Preiserhöhungen – seine gestiegenen (Beschaffungs-) Kosten – wird in der Rezession zum Bumerang. Auf Jahresfrist betrachtet, sind seine Einkaufspreise kräftig gefallen. Das Absenken der Verkaufspreise ist damit unvermeidlich. Genauso unvermeidlich, wie die Verkäufer vorher jahrelang das Anheben der Verkaufspreise eingefordert haben.

    Beachten Sie: Die Preisanalyse zeigt Ihnen genau, welcher Lieferant Ihnen das Geld aus der Tasche ziehen will und/oder seine Beschaffungskosten nicht richtig im Griff hat.

    Beachten Sie: Der Widerstand Ihrer Lieferanten zeigt Ihnen dabei, dass Sie genau auf dem richtigen Weg sind.

    Die amtlichen Zahlen

    Die November-Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeichnen folgendes Bild:

    Die Preise für „gewerbliche Erzeugnisse insgesamt“ sind von November 2008 bis November 2009 durchschnittlich um 5,9 % gefallen.

    Die Preise für Energie sind binnen Jahresfrist um durchschnittlich 13,6 % gesunken.

    Die Preise für Handelsware liegen durchschnittlich um 3,2 % niedriger.

    Beachten Sie: Das sind nur die Durchschnittswerte über alle Produktgruppen hinweg. Im Einzelfall sind die Preisabstürze um ein Vielfaches höher. Nur ein Beispiel: So sanken im Großhandel mit Erzen, Metallen und Metallhalbzeug die Preise gegenüber November 2008 um 22,5 %. Auf der Herstellerseite sank der Walzstahlpreis binnen Jahresfrist sogar um 30,1 %.

    Das komplette Tool besitzen

    Unter www.lieferanten-preis-analyse.de können Sie diese schnelle, einfache und extrem wirkungsvolle Methode bestellen (Sonderpreis für Leser bis 28.2.10) . Damit lernen Sie, wie Sie dieses Instrument zielgenau an Ihre Branchen und die Ihrer Lieferanten anpassen. Überdurchschnittliche Einkaufserfolge sind damit garantiert.

    Weitere Themen rund um das Einkaufsmanagement finden Sie auf der Website: www.einkaufsmanager.net

    Autor: Jens Holtmann, Kontakt:

    redaktion@einkaufsmanager.net

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    Retail-Trends: Wie sich der Handel für die 20er Jahre aufstellt

    Dienstag, 19. Januar 2010 10:20

    These 1:

    Zurück ins Zentrum: Die Metropolen sind in derRetail-Zukunft mehr denn je die Kristallisationspunkte des Wachstums und der Innovation.

    Einflussreiche Metropolen werden die Ökonomie des 21. Jahrhunderts bestimmen. Bereits im Jahr 2007  hat das Gross Domestic Income (GDI) der 10 größten Städte der Welt das GDI von 162 Nationen  überboten. In den Zentren findet das Big Business der Zukunft statt. Und weil das Shopping auf der grünen  Wiese künftigen Umweltstandards nicht mehr genügt, rückt das Zentrum immer mehr in den Trendfokus –  auch bei IKEA, dem Giganten der weltweiten Gewerbeparks. Die Konsumenten freuen sich auf die neue  Urbanität, nicht zuletzt weil das Metropolen- Shopping umweltverträglicher ist. IKEA und andere Global  Player reagieren bereits darauf und siedeln sich in den urbanen Zentren an. Vieles, was angemessene Fläche bis vor Kurzem nur auf der grünen Wiese fand, drängt in die Zentren. Thailand toppt die  Bauwut in den Metropolen noch: der neue 50.000-m2-Zen-Department- Store (www.zen.co.th) findet mitten in  Bangkok auf 7 Etagen statt.

    These 2:

    Rezessions-Chic: Discount-Innovationen in der Stil-Metropole machen aus den Billighubern den neuen Mittelklasse-Chic.

    Auch bei den Discountern gilt mittlerweile: „Brain (and Service) beats Budget.“ Billigketten wie das  japanische Uniqlo (www.uniqlo.com) oder Primark aus Irland (www.primark.co.uk) haben gerade in der  Trendhauptstadt London für Ausrufezeichen gesorgt, was Cheap- Chic-Retail-Design angeht. Primark  eröffnete jüngst auf der Oxford Street einen 3.700-m2-Store, bei dem nur wenig an einen Harddiscounter  erinnert: Dunkles Holz und schicke Neon-Lichtdramaturgie, inszeniert von Dalziel + Pow, verbreiten  urbanen Glamour.

    These 3:

    Indien – pädagogische Malls und großes Shopping- Kino verändern die Konsumkultur der neuen  Supernation.

    Bangkoks gigantisches SpaceGal ist ein Geschäft für Damenmode, das wie eine Star-Trek- Folge daherkommt und die junge Kundschaft mit Ironie, Überraschungen und Unterhaltung anspricht. Mit  großer Selbstverständlichkeit – Bollywood lässt grüßen – schieben sich die Fantasie- Bedürfnisse der  Konsumenten und die Produktwelten des Handels ineinander. Shopping heißt in Bangkok zugleich auch  Amusement und hat immer etwas von großer funkelnder Fiktion. Das Select CityWalk in South Delhi  (www.selectcitywalk.com) ist dagegen eine klassische Mall, die das ausdrückliche Konzept verfolgt, indische Konsumenten an das Mall-Shopping heranzuführen. Oberstes Gesetz: moderater Luxus, um den Schock  des Neuen in Grenzen zu halten. 80 % der Kunden von City Walk sind Frauen, die lernen, alles von der  Bluse bis zum Brokkoli in der Mall zu kaufen. Es war schwer, das Mall- Shopping in Indien populär zu  machen, doch Argumente wie Sicherheit und das ungewohnte Gefühl der Weiträumigkeit beginnen die Inder zu überzeugen.

    These 4:

    Glamour wandert nach Osten – und trifft auf orientalische Jugend und Farbigkeit.

    In keiner  europäischen Stadt gibt es mehr Milliardäre als in Istanbul. Was dem in Design verliebten Hotspot am Bosporus noch fehlt, ist eine eigene Luxus-Weltmarke. Das Naked auf der europäischen Seite der Stadt  feiert den Glauben an Modernität und Technologie. Auf knapp 8.000 m2 und im elegant schwarzen 60er- Jahre-Nachtclub- Stil werden globale Marken wie Elemente aus einer anderen Welt präsentiert. Naked  verkörpert ein jugendliches Lifestyle-Konzept – und tut das mit Recht: 27,3 Jahre beträgt der Altersdurchschnitt in der Türkei (Deutschland: 42 Jahre), nur 6,6 % der Menschen sind älter als 65 Jahre.  Kanyon (www.kanyon.com.tr), ein aus 160 Geschäften bestehendes Istanbuler Einkaufszentrum, das 179  Luxuswohnungen, Grünanlagen und modernste Büros mit der Mall schluchtartig verbindet, ist der  gigantische Konkurrent von Naked. Allerdings ist das Kanyon auch ein Sinnbild für architektonischen  Größenwahn, der in der westlichen Welt bereits an seine Grenzen gestoßen ist: Eine ganze Welt des  Handels und der Geschäfte an einem kommerziellem Ort zu konzentrieren, hat in der „alten Welt“ Gefühle  von konsumistischer Platzangst erzeugt.

    Trendbriefing

    1. Metropolen und Innenstädte bleiben die Epizentren für Trends und Neues.

    2. Die jungen Kulturen des Ostens definieren Luxus und Glamour um.

    3. Future Shopping definiert neue Schnittstellen mit Interaktion und Unterhaltung.

      Für weitere Trenfinformationen empfehlen wir Ihnen die Seite:  www.zukunftsletter.de, dort erhalten Sie alle wichtigen Informationen bzgl. aller aktuellen Trends für die Zukunft.

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      Digitale Poesiealben erobern die Geschäftswelt

      Dienstag, 14. Juli 2009 16:31

      Die Digital-Life-Design-Konferenz (DLD) führt jedes Jahr Pioniere aus Internetwirtschaft, Medien und Wissenschaft in München zusammen. Die Beiträge liefern ein Spiegelbild der Entwicklungen, die uns in den nächsten Jahren erwarten.

      Der Trendletter hat die 2,5-tägige Konferenz besucht und fasst die wichtigsten Ergebnisse aus Unternehmersicht zusammen:

      Der Siegeszug der sozialen Netzwerke geht weiter

      Bald werden sich dort alle Ihre jüngeren Mitarbeiter beteiligen.

      Fakten:
      Facebook, ein digitales Poesiealbum mit Kontaktmöglichkeit, wurde vor gut einem Jahr in Deutschland gestartet. Heute gibt es 2 Mio. Nutzer. Das größte soziale Netz der Welt gewinnt derzeit 1.000.000 Nutzer pro Woche hinzu. Andere Netze wie StudiVZ, Xing, Linkedin sind ebenso erfolgreich.

      Neue Verhaltensweisen:
      Nutzer laden mehr eigene Bilder und Videos hoch. Viele sind überdies im Dauerkontakt mit ihrer Online-Präsenz etwa auf Facebook – und geben halbstündlich Statusmeldungen ab.

      Nutzen für Unternehmer:

      1) Hier können Sie Stellenbewerber kennen lernen und
      2) hier finden Sie Diskussionen, Foren sowie Fanclubs, die Ihre Firma, Ihre Produkte oder Ihre Branche betreffen.

      Unternehmen setzen diese Technologie künftig auch für ihre internen Zwecke ein

      Tendenz:
      Firmen-Netzwerke werden zum Problemlösungswerkzeug.
      Ein Beispiel liefert Best Buy. Der 1968 gegründete Elektronik- Einzelhändler betreibt heute 1.300 Läden, vornehmlich in den USA, mit 150.000 Mitarbeitern. Zentrale interne Plattform ist Blueshirtnation.com, ein internes Facebook.

      Idee:
      Das Unternehmen wollte Aktivitäten, die Mitarbeiter ohnehin in sozialen Netzwerken entfalten, in die Firma holen. So entstand eine Mischung aus lebendigem Telefonverzeichnis, Wissensnavigator, Kontakt-Plattform und sozialem Kitt. Für die Teamführung und -kommunikation sowie den Ideenaustausch wurde überdies das Forum Watercooler im Internet geschaffen. Mitarbeiter treffen sich am virtuellen Getränkeautomaten, wo sie schnell Informationen austauschen. Die Rolle der Kommunikationsabteilung von Best Buy hat sich deutlich verändert. Sie verbreitet nicht mehr die Nachrichten, sondern stellt die Plattformen bereit, die Nachrichten verbreiten die Mitarbeiter selbst. Durch die Konkurrenz der boomenden sozialen Netze wird Fernsehen zu einem irrelevanten Medium. Ganz besonders gilt das für die Digital Natives (übers. digitale Eingeborene), also die nach 1986 Geborenen, die derzeit die Arbeitswelt in allen Betrieben erobern.

      Der entscheidende Mangel am TV aus Sicht dieser Generation

      Fernsehen ist reiner Konsum, man kann keine Kontakte mit anderen Mediennutzern schaffen. Deshalb rückt Fernsehen künftig in die Rolle eines ambience media – der Bildschirm läuft, aber er ist nicht mehr als ein elektronisches Lagerfeuer, das kaum beachtet wird. Den größten Teil ihres Medien-Zeitbudgets widmen die Digital Natives ihren Kontakten im Internet.

      Trendletter-Einschätzung:
      Diese Erkenntnis setzt sich auch unter den digitalen Gurus durch: In turbulenten Zeiten gewinnt der Produktionsfaktor Vertrauen an Gewicht. Digitale Netze sind wichtig, weil sie das Ideen- und Beziehungskapital mobilisieren. Aber nur die persönliche Begegnung schafft jenes Vertrauen, das nötig ist, um in unsicheren Zeiten die Flexibilität und die Risikofreude der Mitarbeiter zu erhalten.

      Einen spannenden Trendreport und sich daraus ergebende Strategien für die Zukunft sowie die aktuelle Trendprognose über das Web2.0 findet man bei www.Zukunftsletter.de.

      Interessante weiterführende Links über den Gesellschaftswandel und seine Folgen für die Mediennutzung, über kommende Technologie Trends von morgen, über erfolgreiche Pressearbeit in Zeiten von Web2.0 und zahlreiche weitere Zukunftsprognosen finden Sie bei www.Trendletter.de.

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      4 Konsumtrends, die künftig die Märkte prägen

      Montag, 6. Juli 2009 14:47

      Lieber reparieren als neu kaufen

      50 Prozent mehr Aufträge verzeichnen derzeit amerikanische Schuster. Statt neues Schuhwerk zu kaufen, lassen die Amerikaner Sohlen und Absätze wieder reparieren. Nach einem jahrzehntelangen Abstieg erlebt das Handwerk derzeit einen wahren Boom. Sogar im Netz sind die Reparaturbetriebe aktiv.

      Beispiel: AmericanHeelers.com bekommt pro Woche 100 Schuhe zur Reparatur zugeschickt – überwiegend von Menschen, die in Gegenden leben, wo der letzte Schuster vor Jahren geschlossen hat. Was den Boom antreibt, ist klar: Viele US-Haushalte sind klamm, für Neuanschaffungen fehlt schlichtweg das Geld (Schuhhändler berichten über 3,2 Prozent gesunkene Umsätze im letzten Jahr).

      Selbst auf dem Markt für Unterhaltungselektronik dreht sich der Wind. Gerade hier galt bisher Reparieren lohnt sich nicht. Die neue Devise dagegen lautet: Reparier‘ s selbst. Eine wachsende Anzahl von kleinen Internet- Versendern spezialisiert sich darauf, den Kunden zum Wartungstechniker zu machen. PDAparts.com zum Beispiel verkauft Ersatzteile für Mini-Computer vom Typ Palm Treos; auf der Seite sind Videos hinterlegt, die zeigen, wie man das Gerätegehäuse öffnet und die Reparaturen selbst durchführt.

      Gut genug reicht völlig aus

      Firlefanz ist out, Nutzwert ist gefragt. Konsumenten verhalten sich zunehmend konservativ. Das Produkt muss nicht ultramodern sein, sondern seine Funktion erfüllen. Bestes Beispiel für diesen Trend ist der Boom bei den so genannten Netbooks (abgespeckte Laptop-Computer). Die Rechner sind klein, billig und perfekt geeignet, um auf dem Sofa im Internet zu surfen. Für die allerneuesten Spiele reicht die Rechenleistung der 300-Euro-Winzlinge allerdings nicht. Dennoch verkaufen sich Netbooks rasant: 11 Mio. Stück im letzten Jahr (2007 waren es nur 182.000).

      Hintergrund: Konsumenten wünschen zunehmend Technologie, die das Gleiche für weniger Geld tut – anstatt mehr für einen höheren Preis.

      Dieser Trend zum Gut genug zeigt sich auch bei der Software

      Beispiel: Das kostenlose Textverarbeitungsprogramm von Google verfügt zwar längst nicht über die gleichen Funktionen wie Word vom Marktführer Microsoft. Dafür ist es kostenlos und läuft im Internet-Browser ab.

      Für Ultra-Luxus ist weiter Geld da

      24 Meter lang, 1.120 PS stark und vier Mio. Euro teuer ist die „Tiger Rose“, die Yacht von Ex-Rennfahrer Ralf Schumacher. Solche Edelboote verkaufen sich nach wie vor gut. Spezialisten wie Drettmann, Bremen, berichten von konstanten oder wachsenden Umsätzen (www.drettmann.com) mit Luxusyachten.

      Ähnlich gut läuft das Geschäft mit Luxusreisen. Kurztrips nach Istanbul, Ausspannen auf den Malediven, Wellness-Urlaub in thailändischen Resorts – so sieht die Angebotspalette der Münchener Firma Designreisen aus. Die Trips kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro; auch eine halbstündige Reise in den Weltraum für 200.000 Dollar ist im Programm.
      Designreisen ist die einzige Agentur in Deutschland, die Plätze beim Anbieter Virgin Galactic vermitteln darf. Der Luxusanbieter vermeldet derzeit 20 Prozent Umsatzplus (www.designreisen.de).

      Diagnose: Hochpreisiges findet trotz Finanzkrise weiter eine Kundschaft (Ausnahme: Privatflugzeuge). Das zeigen die immer neuen Angebote auf dem Luxusmarkt.

      Aktuelle Beispiele:

      • 35 Dollar kostet die Eintrittskarte in den Kinos der amerikanischen Kette Village Roadshow Gold Class. Dafür erhält jeder Besucher seinen eigenen Sessel und kann sich von einem Kellner Sushi bringen lassen
        (www.goldclasscinemas.com).
      • Eine Flasche Bier für 270 Euro bietet die dänische Brauerei Carlsberg demnächst an. Der Gerstensaft reift sechs Monate in Eichenfässern und wird dann in eine verkorkte Designerflasche abgefüllt (www.carlsberggroup.com).

      Wichtig: Der Luxusmarkt ist nur im Top-Segment krisenimmun! Mittelgroße Yachten etwa verkaufen sich nur noch schlecht.

      Zweite Hand ist erste Wahl

      Secondhand ist in, nicht nur auf dem Textilmarkt. Auch in anderen Branchen bekommen Produkte immer häufiger ein zweites Leben.

      Beispiel Videospiele: Gamestop macht derzeit gute Geschäfte: Die US-Kette verkauft gebrauchte Videospiele für PC und Konsolen. Der Preis für Titel aus zweiter Hand liegt etwa 5 bis 10 Dollar unter dem durchschnittlichen Neupreis von 60 Dollar. Gamestop ist hoch profitabel: Der Bruttogewinn liegt bei Gebrauchttiteln um die 42 Prozent – doppelt so hoch wie im Geschäft mit neuen Games. Gamestop berichtet von 10 Prozent Umsatzwachstum – im Monat.

      Weitere praktische und zuverlässige Prognosen, wie beispielsweise über gesellschaftliche Trends, kommende Technologie Trends, wegweisende Trends der Zukunft und vieles mehr finden Sie unter www.trendletter.de.

      Weiterführende relevante Informationen über erfolgreiche Strategien in der Zukunft, zur aktuellen Marktforschung und über relevante Wachstumsmärkte finden Sie unter www.zukunftsletter.de.

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