Technologie-Ideen für die kommenden Jahre

Neuer Stromspeicher lädt sich in Sekunden auf

Batterien könnten bald der Vergangenheit angehören. In den Elektroautos der Zukunft etwa könnten so genannte Super-Kondensatoren den nötigen Strom liefern. Vorteil: Diese Art von Stromspeicher ist in Sekundenschnelle aufgeladen und nutzt sich – anders als Akkus – im Lauf der Zeit nicht ab. Die US-Firma EEStor hat unlängst einen Super-Kondensator zum Patent angemeldet: Der Prototyp wiegt 130 kg und kann 52 Kilowattstunden speichern – rund 50-mal mehr als die Batterie im Toyota Prius. Zur Technik: Ein Kondensator besteht aus zwei leitenden Metallplatten, die durch eine dünne Isolierschicht getrennt sind. Bei einem Super-Kondensator werden Zehntausende dieser Zellen parallel geschaltet.

Windkraft nutzen – ohne hässliche Windräder

Nils Uellendahl, Absolvent der Hochschule Pforzheim, hat eine Idee: Er schlägt vor, Tausende von kleinen Windrädern an schon vorhandenen Hochspannungsleitungen anzubringen. Der erzeugte Strom könnte über Induktion direkt in das Kabel eingespeist werden. Neue Windkraftanlagen müssten so nicht gebaut werden.

Hochhäuser von unten abreißen

Die japanische Firma Kajima reißt große Gebäude ohne Sprengung und Staubwolken ab. Die Rückbauexperten haben eine Methode entwickelt, bei der das Haus von unten abgetragen wird.
Ablauf: Zuerst werden die tragenden Pfeiler im Erdgeschoss durch hydraulische Stützen ersetzt. Dann entfernen Abrissteams dann die Wände. Schließlich wird das gesamte Gebäude hydraulisch abgesenkt und das nächste Stockwerk demontiert. Vorteile der Methode: Es entsteht kein Staub; außerdem kann Baumaterial einfach sortiert und wiederverwendet werden, da alle Arbeiten im Erdgeschoss stattfinden (www.kajima.co.jp). Hintergrund: Beim Bau von Wolkenkratzern wird diese Methode in ungekehrter Reihenfolge schon seit Längerem angewendet.

Wasser mit Schrott säubern

Der Industriebezirk Taopu in Shanghai hat ein Problem: Die dort ansässigen Chemie- und Pharmafabriken verschmutzen das Grundwasser mit synthetischen Stoffen. Sie sind nicht biologisch abbaubar, können also nicht von herkömmlichen Kläranlagen herausgefiltert werden. Ein chinesischer Wissenschaftler hat jetzt eine ungewöhnliche Lösung präsentiert: Er leitet die Abwässer durch Schrott. Die Giftstoffe werden von der Oberfläche des Metalls angezogen und abgebaut. Außer Rost bleibt nichts übrig. Die Probeanlage enthält 914 Tonnen Metallspäne, die auf lokalen Schrottplätzen beschafft wurden; die Filterwirkung hält zwei Jahre lang an, danach muss das Metall ausgetauscht werden. Die Methode hat sich bewährt: Bleichmittel etwa werden zu 80 Prozent vom Schrott herausgefiltert; eine herkömmliche Kläranlage kommt nur auf 52 Prozent.

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Datum: Dienstag, 19. Mai 2009 16:39
Themengebiet: Allgemein

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