Warum der Kunde von morgen Königin ist!

“Das Einzige, was ich perfekt beherrsche, ist, gelassen zu ertragen, dass ich nicht perfekt bin – und auch nicht perfekt sein will”, sagt eine Frau, die die Autoren der Studie “Female Marketing” zitieren.

Die Analyse weist auf Märkte im Wandel hin: 93 Prozent der Frauen ist es heute wichtiger, dass sich alle wohlfühlen, als den Haushalt perfekt zu managen. Darauf muss das Marketing reagieren!

Weitere zentrale Aussage: Der Kunde von morgen ist Königin.

Auf den Konsumentenmärkten der Zukunft ist die Frau in vielen Fällen der Entscheider, sie ist der wichtigste Beeinflusser des täglichen Konsums. Entweder sie trifft die Entscheidung allein oder sie hat das letzte Wort. Einige Trends: 77 Prozent der Frauen würden lieber einen Flachbildschirm-TV als ein Collier als Geschenk annehmen. 86 Prozent würden lieber eine digitale Filmkamera besitzen als Designerschuhe.

Weitere Charakteristika der Zielgruppe:

Frauen leben länger als Männer. Davon profitiert der Markt der so genannten Master Consumers. Die  Zielgruppe der über 50-Jährigen umfasst deutlich mehr Frauen als Männer.

Frauen lieben neue Medien. 70 Prozent aller Frauen im Alter von 14 bis 49 Jahren nutzen das Internet,  Durchschnittsdauer: 45 Minuten am Tag. Fast jeder zweite Online-Käufer ist weiblich. Bevorzugt kaufen  Frauen Bücher, Modeartikel, Eintrittskarten für Veranstaltungen und Kosmetik im Netz.

Frauen sind sportlich aktiv. Ab dem 35. Lebensjahr treiben Männer weniger, Frauen dagegen mehr Sport.  Von den 8 Millionen Menschen, die die Sportarten Walken  und Wandern betreiben, sind 70 Prozent weiblich.

Frauen lieben das Anprobieren. Pro Jahr verbringen sie 109 Stunden in Umkleidekabinen, ermittelten die Marktforscher von Emnid im Rahmen einer Befragung unter 14- bis 49-Jährigen.

Wie man mit erfolgreicher Ansprache von Frauen den Absatz stärken kann, zeigt Lenor.

Die  Weichspüler-Marke war in den Vergleichbarkeits-Wettbewerb mit markenlosen Produkten geraten und  verlor Marktanteile, weil Kunden vornehmlich nach dem Preis kaufen.

Marktforschung ergibt: “Beim Weichspüler geht es nicht um Kleidung, vielmehr will die Kundin im Zentrum des Weichspül-Erlebnisses stehen.” Fortan geht es bei Lenor nicht mehr um hygienische, weiche Wäsche, sondern um Begehren. In einer neuen Werbeaktion wird das Produkt wie ein Parfum beworben (Duft, Kosmetik), nicht mehr wie ein Waschmittel. Der wertmäßige Marktanteil stieg daraufhin um ein Drittel innerhalb von nur zwei Jahren.

Diese innovativen Ideen in der Werbung rollt man weiter aus. Um Kundinnen mit erhöhter Zahlungsbereitschaft anzusprechen, lanciert man Lenor Mystery (verschiedene Düfte, „Lenor verführt Sie mit den unentdeckten  Geheimnissen der Natur“). Eine Flasche des Produkts kostet 33 Prozent mehr als das Normalprodukt und 72 Prozent mehr als der Wettbewerb. Schon vier Monate nach Einführung erreicht der Umsatz 10 Prozent  des Normalsortiments.

Ein weiteres Beispiel: Der Ski-Hersteller K2 entwickelt einen Ski speziell für  Frauen (tiefer liegender Schwerpunkt im Körper), die Marke steigert damit den Absatz um 25 Prozent.

Datum: Montag, 15. Dezember 2008 11:18
Themengebiet: Marketing, Werbung

WongIt!

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